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Kultur

Neu auf DVD: Das grosse Heft

Ein Film über die Verrohung der Gesellschaft. János Szász' Literaturverfilmung "Das grosse Heft" erzählt vom Leiden eines Zwillingspärchen Ende des Zweiten Weltkriegs in Ungarn.

Wie Kinder unter Kriegsgeschehen leiden, dass zeigen in letzter Zeit viele Kino- und Fernsehfilme. Nachwachsende Regiegenerationen scheinen das Thema derzeit zu entdecken. Kinder in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, die elternlos durch Deutschland irren, das war zum Beispiel Thema der

Spielfilme "Lore"

und

"Wolfskinder"

. Der ungarische Regisseur János Szász blickt in

"Das grosse Heft"

auf ein neunjähriges Zwillingspärchen, dass 1944 in der Einsamkeit eines Hofes in der ungarischen Provinz aufwächst.

Kafkaeske Szenerie

Die Eltern der Zwillinge haben die Jungen abgegeben, da es in der Stadt zu gefährlich ist. Doch die Großmutter, bei der sie Unterschlupf finden, ist alles andere als gastfreundlich. Was machen die beiden? Sie härten sich ab - indem sie sich selbst Schläge zuführen - um später Folter und Willkür besser überstehen zu können.

Berühmter Roman

Die Romanvorlage stammt von der ungarischen Autorin Ágota Kristóf. "Das grosse Heft" erschien 1986 und entwickelte sich zu einem literarischen Welterfolg. Ágota Kristóf mischte autobiografische Elemente in ihr Buch, verdichtete die Romanhandlung zu einem eindrucksvollen Anti-Kriegsepos. Regisseur János Szász hat für den Stoff karge, aber eindringliche Bilder gefunden (Kamera: Christian Berger). So vergisst der Zuschauer nie, um was es geht - Kinder sind die hilflosesten Opfer von Krieg. Und selbst, wenn sie sich scheinbar mit einem Panzer umgeben, nehmen sie Schaden.

János Szász: Das grosse Heft, nach dem Roman von Ágota Kristóf, Deutschland/Ungarn 2013, auf DVD bei "piffl Medien" erschienen.

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