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Nahost-Konflikt

Netanjahu: Tempelberg wird wieder geöffnet

Mit der Sperrung des Tempelbergs hatten Israels Behörden auf einen Anschlag reagiert. Drei Angreifer hatten in Jerusalem zwei israelische Polizisten erschossen und wurden daraufhin selbst von Sicherheitskräften getötet.

Israel Tempelberg Anschlag in Jerusalem (Reuters/A. Awad)

Sicherheitsmaßnahmen nach dem jüngsten Anschlag

Nach dem jüngsten Attentat soll der Tempelberg in Jerusalem "schrittweise" an diesem Sonntag wieder geöffnet werden. Das kündigte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu an. Allerdings würden die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. So sollten an der Stätte Metall-Suchgeräte eingesetzt werden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte zuvor in einem Telefonat mit Netanjahu die tödliche Attacke verurteilt und gebeten, die Schließung der heiligen Stätte zu beenden.

Wer darf wann beten?

Bei dem Anschlag waren am Freitag zwei israelische Polizisten und die drei israelisch-arabischen Angreifer getötet worden. Der Tempelberg mit der Klagemauer sowie der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom ist Juden wie Muslimen heilig. Der Streit um die Besuchsrechte, also wer den Hügel betreten und dort beten darf, führt immer wieder zu Spannungen und Gewalt.

Es war das erste Mal seit dem Jahr 2000, dass die Freitagsgebete in der Al-Aksa-Moschee untersagt wurden. Für einige Stunden hatten die Behörden auch den obersten muslimischen Würdenträger Jerusalems, Großmufti Mohammed Ahmad Hussein, festgenommen.

ml/ust (dpa, rtr)