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Wirtschaft

Nervöse Zitterpartie

Die Frankfurter Börse hat wieder mal eine Zitterpartie hingelegt, die weitgehend von der Kursentwicklung an der Wall Street geprägt war.

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Nach Pluszeichen zur Mittagszeit folgte die Sorge vor einem schwachen Handelsauftakt der US-Börsen, und die waren am
Nachmittag hin- und her gerissen von den Quartalsergebnissen verschiedener US-Unternehmen, bei denen es Licht und Schatten gab. Tendenz in Frankfurt also: Uneinheitlich. Der Deutsche Aktienindex DAX schloss bei 4.100 - ein Plus von knapp acht Punkten oder 0,2 Prozent, der Nemax 50 Index gewann ebenfalls acht Punkte oder 1,4
Prozent auf 559 Zähler.

Eine Reihe von Unternehmensnachrichten hat ganz unterschiedliche Auswirkungen auf die Kurse gehabt. Die Telekom Aktie legte glatte fünf Prozent zu, wie bereits am Mittwoch bei hohen Umsätzen. Der Aufsichtsratsvorsiztende Hans-Dietrich Winkhaus hält es für möglich, dass ein neuer Telekom-Chef noch vor der Bundestagswahl präsentiert
wird. Investmentfonds, die in den Vorwochen ihre Telefonaktien verkauft hätten, stiegen nun wieder ein, sagen Händler.

DaimlerChrysler hat seine Gewinnprognose deutlich angehoben, weil das Sorgenkind Chysler schneller gesundet als erwartet, die Aktie legte 2,9 Prozent zu, BMW stiegen um 1,3 und Volkswagen um 2,5 Prozent.

SAP-Aktien haben nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen nachgegeben. SAP hat im abgelaufenen Quartal weniger Umsatz und Gewinn gemacht, die Aktie verlor 4,6 Prozent.

Ein verhaltener Ausblick des finnischen Nokia-Konzerns und eine Umsatz- und Gewinnwarnung des amerikanischen Prozessorherstellers AMD hatten kaum Auswirkungen auf die Technologiewerte.

Der Berliner Pharmakonzern Schering leidet unter einem weiteren Bericht über Risiken einer Hormonersatz-Therapie. Schon in der vergangenen Woche hat es einen ähnlichen Bericht gegeben, das Papier verlor 3,5 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel der REX um 0,04 Prozent auf 113,01 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,06 Prozent auf 108,05 Zähler. Die Umlaufrendite wurde bei 4,73 (Mittwoch: 4,72) Prozent festgestellt.

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 1,0058 (Mittwoch: 1,0064) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9942 (0,9936) Euro.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standarwerte, diese wie auch alle anderen Angaben wie immer ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 79,22 (+ 1,01)
Allianz 178,40 (- 4,90)
BASF 42,39 (+ 0,23)
Bayer 29,85 (- 0,35)
HypoVereinsbank 28,15 (- 0,05)
BMW 40,08 (+ 0,51)
Commerzbank 13,45 (+ 0,31)
DaimlerChrysler 47,27 (+ 1,32)
Degussa 33,99 (+ 0,24)
Deutsche Bank 66,74 (+ 0,59)
Deutsche Post 10,97 (- 0,18)
Deutsche Telekom 12,60 (+ 0,60)
E.ON AG 54,05 (+ 0,45)
EPCOS 26,44 (+ 0,04)
Fresenius Med. Care 45,99 (+ 0,64)
Henkel 66,90 (- 0,60)
Infineon Techno 17,50 (+ 0,11)
Linde 49,57 (+ 0,19)
Lufthansa 12,22 (- 0,09)
MAN 21,29 (+ 0,14)
Metro 26,50 (+ 0,60)
MLP 28,90 (+ 0,33)
Münchener Rück 213,50 (- 7,48)
TUI AG 21,44 (- 0,45)
RWE 36,05 (- 0,15)
SAP 76,40 (- 3,71)
Schering 51,00 (- 1,36)
Siemens 58,60 (- 0,30)
ThyssenKrupp 14,17 (+ 0,08)
VW 44,01 (+ 1,06)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der
Europäischen Zentralbank:

Ein Dollar kostete am Donnerstag
1, 00 58 US-Dollar oder
0, 64 28 britische Pfund oder
1, 46 42 schweizer Franken oder
117,7 japanische Yen

...und das 1. Goldfixing in London 316 Dollar und 60 Cent.

  • Datum 18.07.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2Uf5
  • Datum 18.07.2002
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