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Wirtschaft

Nervöse Seitwärtsbewegung

Die deutschen Standardwerte an der Frankfurter Börse präsentierten sich richtungslos. Im Blickpunkt der Anleger waren SAP, Preussag und Schering.

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Zahlreiche Unternehmensergebnisse prägten am Mittwoch den Handelsverlauf.

Mal 40 Punkte im Minus, mal 20 Punkte im Plus - die deutschen Standardaktien tendieren uneinheitlich, man kann das Ganze auch als nervöse Seitwärtsbewegung bezeichnen. Am Mittag stand der Deutsche Aktienindex DAX bei 5.051 - ein Plus von sechs Punkten. Der Nemax 50 Index am Neuen Markt hält sich ganz gut angesichts der Nasdaq-Verluste von 2,5 Prozent. Er lag am Mittag bei 1.147 - ein Minus von sechs Punkten oder 0,6 Prozent.

SAP-Aktien nach Rekordumsatz gefragt

Der Markt sei sehr nervös, man hangele sich von Unternehmensmeldung zu Unternehmensmeldung, sagten Händler, Zahlen gab es auch wahrlich genug am Mittwoch. So hat der Softwarekonzern SAP im vierten Quartal einen Rekordumsatz erzielt und versprochen, auch bei stagnierenden Märkten durch Ausweitung der Marktanteile zu wachsen. Zudem hat die Investmentbank Credit Suisse First Boston das Kursziel für die SAP-Aktie von 180 auf 190 Euro heraufgesetzt. Das Papier gewann bis zum Mittag 2,2 Prozent auf 159,35 Euro.

Siemens hat die Verlustzone verlassen und im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 538 Millionen Euro nach Steuern erwirtschaftet. Vier von fünf Problembereichen seien bereits wieder in den schwarzen Zahlen oder nahe dran, hieß es aus München. Dennoch leidet die Aktie etwas unter einer Herabstufung der Aktie durch Merill Lynch. Die Titel büßten 0,3 Prozent ein.

Goldman Sachs stuft Schering hoch

Größter Gewinner bis zum Mittag waren allerdings Schering mit 3,3 Prozent. Die Analysten von Goldman Sachs haben das Papier auf "Market Outperformer" heraufgestuft. Das heisst: Sie glauben, dass sich die Aktie besser als der Durchschnitt entwickeln wird.

Auch Bayer liegen mit plus 1,8 Prozent gut im Rennen. Die Bayer-Aktie wird am Mittwoch erstmals an der New Yorker Börse gehandelt.

Eine Artikel auf der Titelseite des "Handelsblatts" hat der Preussag-Aktie ein Minus von 3,3 Prozent beschert. Die Schlagzeile lautet: "Tourismus-Flaute zwingt Preussag auf Sparkurs". Zwar dementiert Preussag, die Buchungen lägen sogar über den Vorjahreswerten, dennoch gerät die Aktie unter Abgabedruck.

In Tokio ist am Mittwoch Ruhe eingekehrt, zumindest sind die Kursverluste der vergangenen Tage erst einmal gestoppt. Der Nikkei schloss knapp behauptet bei 10.040 Punkten - ein Minus von zehn Zählern oder 0,1 Prozent.

Der Kurs des Euro ist leicht gestiegen. Er wurde am Mittag in Frankfurt mit 88,64 amerikanischen Cent gehandelt nach einem Referenzkurs von 88,30 US-Cents am Vortag.

  • Datum 23.01.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1jxz
  • Datum 23.01.2002
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