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Aktuell Asien

Nepal: Verzweifeltes Warten auf Hilfe

In den abgelegenen Bergregionen von Nepal sind die Menschen nach dem Erdbeben weitgehend auf sich allein gestellt. Viele Gebiete sind nur auf dem Fußweg zu erreichen und Hilfe aus der Luft ist nur bedingt möglich.

Nach dem schweren Erdbeben ist die Versorgungslage im Krisengebiet von Nepal katastrophal. Der einzige internationale Flughafen des Landes in Kathmandu ist heillos überlastet. Viele internationale Flüge mit dringend benötigten Hilfsgütern mussten in den vergangenen Tagen unverrichteter Dinge kehrt machen.

Straßen nicht passierbar

Außerdem sitzen viele Helfer in der Hauptstadt fest, weil sie wegen der zerstörten Straßen nicht in die entlegeneren Regionen rund ums Epizentrum vordringen können. Die engen Täler sind nur zu Fuß zugänglich. Oftmals verläuft der Weg über zahlreiche Brücken und niemand weiß bis jetzt, in welchem Zustand diese sind.

Zerstörte Berghütten (Foto: getty)

Oftmals nur noch ein Haufen Schutt: zerstörte Häuser im Distrikt Gorkha

Allein im Distrikt Gorkha, aus dem die weltbekannten Gurkha-Soldaten stammen, sind nach Angaben örtlicher Behörden bis zu 1700 Häuser zerstört worden. Von vielen ist nur noch ein Berg Schutt übrig. Bei Regen und Kälte mussten die Bewohner die vergangenen Nächte im Freien verbringen. Die UN ließen dort erste Lebensmittelpakete von Hubschraubern abwerfen. Neben Nahrung werden aber auch Zeltplanen und Decken dringend benötigt.

Ein Mann und eine Frau in einem zerstörten Haus (Foto: Getty)

Außer Lebensmitteln werden Zeltplanen und Decken dringend benötigt.

Aus Deutschland traf derweil der erste Transportflug ein, finanziert vom Auswärtigen Amt. Nach zahllosen Problemen konnte er in Kathmandu landen, mit 60 Tonnen Hilfsgütern, darunter eine Wasseraufbereitungsanlage.

Trinkwasserversorgung gefährdet

Laut Unicef droht der Bevölkerung ein Trinkwasser-Notstand. In Bhaktapur außerhalb von Kathmandu hätten derzeit nur 20 Prozent der Menschen Zugang zu sauberem Wasser, berichtet das UN-Kinderhilfswerk. Bei dem Beben vom Samstag mit einer Stärke von 7,8 sind nach jüngsten Angaben allein in Nepal mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen. Auch das Nachbarland Indien und das chinesische Tibet sind betroffen.

Hilfswerke in Deutschland rufen zu Spenden für die Opfer des Erdbebens in Nepal auf. Wenn Sie spenden möchten:

Bündnis Entwicklung Hilft (Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, Kindernothilfe, medico international, Misereor, terre des hommes, Welthungerhilfe): Kennwort "Erdbeben Nepal", Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE 7137 02050 0000 8100 100;
BIC: BFSW DE33 XXX
(www.entwicklung-hilft.de)

Diakonie Katastrophenhilfe: Kennwort "Nepal Erdbebenhilfe",
Evangelische Bank, IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502; BIC: GENODEF1EK1
(www.diakonie-katastrophenhilfe.de)

Caritas international: Kennwort: "Erdbebenhilfe Nepal",
Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE04 6602 0500 0000 0002 02; BIC: BFSWDE33KRL
(www.caritas-international).

Deutsches Rotes Kreuz: Kennwort "Erdbeben Nepal",
Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07. BIC: BFSWDE33XXX
(www.drk.de)

"Aktion Deutschland Hilft" (unter anderen Care, Help, World Vision, Islamic Relief, ASB, Awo): Kennwort "Erdbeben Nepal",
Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30; BIC: BFSWDE33XXX (www.aktion-deutschland-hilft.de)

UNICEF: Kennwort "Erdbeben Nepal", Bank für Sozialwirtschaft,
IBAN: DE57 3702 0500 0000 3000 00; BIC: BFSWDE33XXX (www.unicef.de)

Deutsche Welthungerhilfe: Kennwort "Nothilfe Nepal", Sparkasse
KölnBonn, IBAN: DE15 3705 0198 0000 0011 15; BIC: COLSDE33
(www.welthungerhilfe.de)

uh/gri (dpa,afp,rtr)

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