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Aktuell Afrika

Nelson Mandelas Ex-Frau Winnie erhebt Anspruch auf Familienanwesen in Qunu

Die Ex-Frau des verstorbenen südafrikanischen Präsidenten, Winnie Madikizela-Mandela, kämpft um den Besitz des Familienanwesens. Sie war bei der Erbschaft leer ausgegangen und beruft sich nun auf traditionelle Werte.

Die Ex-Frau des verstorbenen südafrikanischen Anti-Apartheid-Kämpfers Nelson Mandela, Winnie Madikizela-Mandela, kämpft um den Besitz des Familienanwesens in Qunu. Wie das südafrikanische Blatt "Daily Dispatch" berichtet, klagt sie vor Gericht auf ihren Anspruch auf das Haus im Südosten des Landes, weil es während ihrer Ehe mit Mandela gekauft wurde.
In einem Brief an Mandelas Testamentsvollstrecker argumentieren ihre Anwälte, dass das einstige Paar zum Zeitpunkt des Hauskaufs verheiratet gewesen sei. Außerdem wolle Madikizela-Mandela den letzten Willen des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas nicht anfechten, sondern lediglich "die traditionellen und gewohnheitsmäßigen Rechte auf das, was in der Zukunft umstritten sein könnte, durchsetzen".
Winnie Mandela in schwarz gekleidet. Im Vordergrund Mandelas Nachruf (Foto: Getty)

Will sich nicht mit dem letztem Willen des Anti-Apartheid-Kämpfers abfinden: Winnie Madikizela-Mandela

Madikizela-Mandela war die zweite Ehefrau des am 5. Dezember verstorbenen ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas. Wegen seines Kampfes gegen die Apartheid hatte Mandela 27 Jahre im Gefängnis verbracht. Nach seiner Freilassung 1990 wurde er von seiner damaligen Ehefrau in Empfang genommen. Doch hatte die lange Trennung die beiden entfremdet. Das Paar trennte sich 1992. Vier Jahre später folgte die Scheidung.

Stiftung erhielt Mandelas Anwesen

Der im Alter von 95 Jahren gestorbene Staatsmann hatte die Nutzung des Hauses für seine gesamte Familie vorgesehen. Er war insgesamt drei Mal verheiratet und hat drei Töchter, Makaziwe, Zenani und Zindzi, sowie 17 Enkel und 13 Ur-Enkel. Hinzu kamen vier Stiefkinder aus seiner dritten Ehe mit Graca Machel.

Die Hälfte seines Vermögens in Höhe von umgerechnet rund drei Millionen Euro überließ Mandela seiner Ehefrau Graca Machel. Das Haus in Qunu ging an die Familienstiftung. Winnie Madikizela-Mandela war bei der Bekanntgabe des Erbes leer ausgegangen. Ihre beiden Töchter Zenani und Zindzi erhielten unabhängig vom Testament jeweils umgerechnet rund 210.000 Euro.

Y.A./uh (dpa,afp)