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Fußball

Neid geht 2016, Jones kommt

Spektakulärer Wechsel an der Spitze der deutschen Frauen-Nationalmannschaft: Silvia Neid hört im Sommer 2016 als Bundestrainerin auf, bleibt dem DFB aber erhalten. Steffi Jones übernimmt.

Frauenfußball Silvia Neid und Steffi Jones. Foto: dpa-pa

Silvia Neid (r.) und ihre Nachfolgerin Steffi Jones

"Dieser Wunsch ist lange gereift. Die Nationalmannschaft begleitet mich seit 34 Jahren. Ich möchte noch einmal eine neue Herausforderung annehmen", begründete Siliva Neid die Entscheidung, im Sommer 2016 als Bundestrainerin der deutschen Fußballerinnen zurückzutreten. Die 50-Jährige hat den Posten seit 2005 und führte die Mannschaft zu einem Weltmeister-Titel (2007), zwei Europameisterschaftstriumphen (2009 und 2013) und Bronze bei Olympia (2008). Silvia Neid wird ab September 2016 Leiterin der neuen Scoutingabteilung "Frauen- und Mädchenfußball" beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Jones: "Große Verantwortung"

Nachfolgerin als Bundestrainerin wird Steffi Jones, die derzeit als DFB-Direktorin für Frauen- und Mädchenfußball arbeitet. Die ehemalige Nationalspielerin war zuvor Chefin des Organisationskomitees der Frauen-WM 2011 in Deutschland. "Mir ist bewusst, dass das Amt der Bundestrainerin eine große Verantwortung mit sich bringt, der ich mich jedoch sehr gerne stelle", sagte Jones. Erfahrung als Trainerin hat die 111-malige Nationalspielerin noch nicht. Silvia Neid hält die 42-Jährige dennoch für eine gute Wahl: "Steffi hat unsere volle Unterstützung. Wir alle werden auch in den neuen Funktionen vertrauensvoll zusammenarbeiten. Es ist gut, dass die Zukunft geregelt ist - so können wir uns auf die Vorbereitung für die WM in Kanada konzentrieren. Ich bin voller Motivation und Vorfreude darauf, denn wir haben große Ziele."

Abschied bei Olympia?

Nach der WM im Sommer (6. Juni bis 5. Juli) soll Neid das Team auch noch bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro betreuen - vorausgesetzt, die Mannschaft qualifiziert sich. Dazu müsste Deutschland bei der Weltmeisterschaft unter den besten drei Nationen Europas landen. "Wir wollten frühzeitig und langfristig Klarheit im personellen Bereich sorgen", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. "Es tut immer gut, wenn vor einem Turnier klare Verhältnisse herrschen."

sn/tk (sid, dpa, DFB)