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Gesichter des Klimawandels

Naziha Mestaoui, Künstlerin, Belgien, Tunesien, Amazonas

"Wir können die Erde gar nicht zerstören. Was wir zerstören, das sind wir selbst."

Wir treffen die Frau, die das wohl berühmteste Bauwerk Frankreichs einfach einmal grün gefärbt hat: Naziha Mestaoui: Anlässlich des Pariser Klimagipfels verwandelt sie den Eiffelturm bei der Aktion #link:https://www.1heart1tree.org/cop21/live:"1 Heart 1 Tree"# in ein Lichtermeer. Jeder kann über eine App eine Botschaft senden, die auf dem Eiffelturm eingeblendet wird. Und für jede Botschaft wird ein Baum gepflanzt. "Bürgerkunst", wie sie sagt, die den Menschen klar machen soll, wie wichtig unsere Umwelt ist.

Nazihas Wurzeln sind zum Teil belgisch, zum teil tunesisch, aber seit vier Jahren besucht sie immer wieder Indigene im Amazonasgebiet. Die Erfahrungen mit dem Klimawandel dort haben sie dazu inspiriert, sich auch mit ihrer Kunst für die Umwelt einzusetzen.

"Die letzten Jahre gab es viel zu wenig Wasser. Um von einem Ort zum anderen zu kommen, haben die Leute früher zwei Tage mit dem Boot gebraucht. Aber ohne Wasser dauert es jetzt zwei bis drei Wochen. Viele Menschen können sich einfach nicht vom Fleck bewegen. Und wenn sie kein Wasser haben, verdursten sie einfach." Die Zeit im Amazonas hat ihre Einstellung zur Natur verändert - und das möchte sie weitergeben. "Wir können so viele Verträge unterzeichnen, wie wir wollen, so viele Entscheidungen treffen, wie wir wollen. Aber wenn es kein Bewusstsein gibt, werden wir in die falsche Richtung laufen und alte Fehler wiederholen."

Damit der Klimagipfel erfolgreich sein wird, braucht es vor allem das Verantwortungsbewusstsein der Bürger, so Naziha Mestaoui: "Es dreht sich letztendlich um die Bürger dieser Welt. Die Regierungen werden sich bewegen, wenn die Bürger sich verantwortlich fühlen."

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