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Kultur

Nazi-"Spam"

Aufdringliche Werbung per E-Mail - im Jargon "Spam" genannt - wird immer mehr zur Plage im Internet. Die Redaktion des Computermagazins c't ist der Herkunft deutschsprachiger Spam-Mails nachgegangen und dabei auf Verbindungen zur Neonazi-Szene gestoßen.

Ein wichtiger Anlaufpunkt für deutsche Spam-Versender ist nach c't-Informationen eine Website namens "Bulkmailerclub", zu der man nur gegen Zahlung eines monatlichen Mitgliedsbeitrags in Höhe von 299 Euro Zutritt erhält. Für dieses Geld bekommen die Spammer unter anderem Informationen, Software und vor allem Millionen E-Mail-Adressen. Außerdem erhalten die Mitglieder viele "Ratschläge". Zur Bundestagswahl ermahnte der dortige Foren-Administrator sie dazu, ihre Stimme 'national' abzugeben.

Immer wieder empfahl er auch so genannte "Partnerprogramme" eines bestimmten Unternehmens, hinter dem nach c't-Informationen ein rechtskräftig verurteilter Neonazi aus Bayern steckt. Von dort führte eine Spur zu dem US-Amerikaner Gary Lauck, einem international bekannten Rechtsradikalen. In den meisten Fällen ging es um den Vertrieb von Pornografie mit Hilfe von 0190 Einwahlprogrammen. "Es scheint so, als fließe ein erheblicher Teil des dadurch erzielten Profits in die Kassen brauner Seilschaften," meint c't-Redakteur Holger Bleich.

  • Datum 20.10.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2lEd
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