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Welt

NATO zerstört TV-Satellitenanlage in Tripolis

Kampfbomber des internationalen Militärbündnisses haben drei Satellitenantennen des libyschen Staatsfernsehens zerstört. Die Aktion steht im Einklang mit dem Mandat des UN-Sicherheitsrates, hieß es in Brüssel.

Ein F-16 Jet Fighter über der NATO Airbase in Aviano (Foto: AP)

Machthaber Muammar Gaddafi soll daran gehindert werden, mit Hilfe des Fernsehens Zivilisten zu terrorisieren, sagte NATO-Sprecher Roland Lavoie am Samstag (30.07.2011).

Angriff im Rahmen des UN-Mandats

Frau zeigt Foto von Gaddafi und macht das Siegeszeichen (Foto: dpa)

Gaddafis Propaganda soll gestoppt werden

"Unsere Intervention war notwendig, weil das Fernsehen im Apparat des Regimes ein wichtiger Bestandteil ist, um Zivilisten systematisch zu unterdrücken und zu bedrohen sowie Angriffe gegen sie anzustacheln", führte Lavoie in einer Stellungnahme per Video aus. Damit stünde die Aktion im Einklang mit dem Mandat des UN-Sicherheitsrates zum Schutz der Zivilbevölkerung

Drei Satellitenschüsseln in Tripolis seien mit Präzisionswaffen getroffen worden. Die Zerstörung der Satellitenantennen sei so erfolgt, dass die TV-Infrastruktur für die Zeit nach dem Ende des Konflikts nicht beeinträchtigt sei. In Tripolis wurde jedoch das Programm des Staatsfernsehens am Samstag weiter ausgestrahlt.

Mord an Militärchef der Rebellen

Die NATO hatte ihren Einsatz in Libyen vor rund vier Monaten begonnen. Sie unterstützt damit auch den Kampf der libyschen Rebellen. Deren Militärchef Abdel Fatah Junes wurde am Donnerstag von einer Gruppe bewaffneter Männer getötet.

Der Nationale Übergangsrat der Rebellen teilte am Freitagabend mit, dass er ein Untersuchungskomitee eingesetzt habe, um den Mord an Junis aufzuklären. Der Anführer einer Miliz, der sich zu der Tat bekannt hatte, sei inhaftiert worden, sagte Ali Tarhuni vom Übergangsrat. Weitere Angreifer seien noch auf der Flucht. Das genaue Tatmotiv sowie die Hintergründe des Anschlags müssten aber noch geklärt werden.

Autorin: Marion Linnenbrink (afp, dapd, dpa, rtr)
Redaktion: Michael Borgers

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