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Aktuell Asien

NATO tötet Taliban-Führer

Bei einem Luftangriff der NATO in Afghanistan sind mindestens zwölf Taliban-Kämpfer getötet worden. Darunter auch der ranghohe Anführer Mullah Dadullah und sein Stellvertreter Shakir.

Der selbst erklärte pakistanische Taliban-Führer Dadullah sei in Kunar, einer Provinz im Osten Afghanistans an der Grenze zu Bajur, getötet worden, teilte ein Militärsprecher mit. Er sei verantwortlich für die Bewegung von Kämpfern und Waffen sowie Angriffe gegen afghanische und ISAF-Soldaten gewesen, hieß es in einer Erklärung des Militärbündnisses. Dem Angriff seien auch Dadullahs Vize Shakir sowie zehn weitere Extremisten zum Opfer gefallen. Der Militärsprecher machte keine Angaben dazu, ob es sich bei dem Angriff um den Einsatz einer Drohne oder eines bemannten Kampfflugzeuges gehandelt habe.

Dadullah soll die Führung der Taliban in der pakistanischen Bajaur-Region übernommen haben, nachdem sein Vorgänger Maulvi Faqir Mohammed vor den pakistanischen Militäreinsätzen nach Afghanistan geflohen war. Zahlreiche pakistanische Taliban sind in den vergangenen Jahren vor Offensiven der Armee nach Afghanistan geflohen.

USA verstärkt Angriffe in der Grenzregion

Entlang der afghanisch-pakistanischen Grenze sind Taliban aus beiden Ländern aktiv. Die Provinz Kunar ist eine ihrer Hochburgen, die sich weitgehend der Kontrolle der afghanischen Regierung entzieht. Die NATO-Truppe ISAF hat dort und in benachbarten Regionen eine Offensive gestartet, um die Aufständischen zu vertreiben. An diesem Samstag haben pakistanische Truppen und verbündete Stammesmilizen bei Gefechten im Grenzgebiet zu Afghanistan mindestens 28 Taliban getötet. Bei den vierstündigen Kämpfen bei Salarzai im Stammesgebiet Bajaur seien auch zwei Milizionäre verwundet worden, teilten die Streitkräfte in Islamabad mit. Erst in der vergangenen Woche waren bei Luftangriffen in Kunar 24 Kämpfer getötet worden.

rv/gmf (rtr, dpa, dapd)