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Aktuell Asien

NATO-Nachschub aus Pakistan rollt wieder

Nach dem Ende der Blockade durch Pakistan haben erste Versorgungs-Lkw die Grenze nach Afghanistan überquert. Die Logistik ist nun wieder deutlich einfacher.

Erstmals seit knapp sieben Monaten rollt der Nachschub für die internationale Afghanistan-Schutztruppe Isaf wieder auf dem direkten Weg in die Unruheprovinz Kandahar. Drei mit Mineralwasser beladene Lastwagen seien am Grenzposten Chaman abgefertigt worden, sagte ein Zollbeamter. Zwei von ihnen hätten die Grenze bereits passiert. “Wir haben gestern die Anordnung bekommen, die NATO-Fahrzeuge durchzulassen“, sagte ein Vertreter der pakistanischen Zollbehörde.

Die Regierung in Islamabad hatte im November ihre Grenzübergänge für Nachschubskonvois der Isaf geschlossen, nachdem bei einem fehlgeschlagenen US-Luftangriff 24 pakistanische Grenzsoldaten getötet wurden. Der Vorfall belastete die ohnehin angespannten Beziehungen der beiden Länder zusätzlich. Am Dienstag hatte die pakistanische Regierung die Blockade offiziell beendet. Zuvor hatte sich die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton nach langem Zögern für die versehentliche Tötung entschuldigt.

Wichtigster Versorgungsweg

Bis zu Beginn der Blockade bezogen die internationalen Truppen in Afghanistan etwa 80 Prozent ihres Nachschubs auf dem Landweg über Pakistan. In den vergangenen Monaten mussten NATO und US-Militär Alternativrouten durch Russland und Zentralasien nutzen oder ihre Truppen aus der Luft versorgen. Nach Angaben des Pentagons entstanden hierdurch alleine für die USA Mehrkosten in Höhe von 100 Millionen Dollar monatlich.

Auch zehn Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes sind in Afghanistan noch Zehntausende ausländische Soldaten stationiert. Auch Deutschland ist ein wichtiger Truppensteller.

fi/gmf (afpd, rtrd, dpa)