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Atomkonflikt

NATO-Generalsekretär: Friedliche Lösung durch Druck auf Nordkorea

NATO-Generalsekretär Stoltenberg und Ministerpräsident Shinzo Abe einigten sich bei einem Treffen in Japan darauf, dass "internationaler Druck" erforderlich sei, damit Pjöngjang sein Atom- und Raketenprogramm aufgebe.

Die Gefahr durch Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm erfordert nach Einschätzung von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg (links im Bild) eine globale Antwort. Bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Tokio einigten sich beide darauf, dass "internationaler Druck" erforderlich sei, damit Pjöngjang einen verantwortlichen Weg einschlage und man zu einer "friedlichen Lösung" komme.

Seinen japanischen Gastgebern versicherte der Norweger, die NATO sei "genauso schockiert wie Sie" über das provokative, rücksichtslose Verhalten Nordkoreas.

"Es stellt eine direkte Bedrohung für die Länder in dieser Region dar, aber es ist auch eine globale Bedrohung", betonte Stoltenberg zu Beginn seines viertägigen Besuchs in Japan. Er bezeichnete Japan, das ein Partnerschaftsabkommen mit der NATO unterzeichnet hat, als "ältesten Verbündeten der Allianz außerhalb Europas".

Politischen Druck ausüben

Die NATO unterstütze politischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Druck auf Nordkorea und begrüße die im September beschlossene Verschärfung der internationalen Sanktionen gegen Pjöngjang. Noch wichtiger aber sei es sicherzustellen, dass die Strafmaßnahmen vollständig und transparent umgesetzt würden, fügte Stoltenberg hinzu.

Nordkorea müsse mit dem Ziel einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel seine Atom- und Raketenprogramme aufgeben, sagte Stoltenberg. Abe erklärte vor Reportern, Nordkoreas Raketen könnten auch Europa erreichen und stellten eine drohende Gefahr für die internationale Gemeinschaft dar. Japan will angesichts der Bedrohung seine Raketenabwehr ausbauen.

Nächster Besucher: US-Präsident Trump

In den vergangenen Monaten hatte die nordkoreanische Führung mehrfach Raketen getestet, die zuletzt auch über japanisches Territorium flogen. Von der Reichweite her wären mittlerweile auch Ziele in den USA und in Europa erreichbar. Außerdem hatte Machthaber Kim Jong Un trotz internationaler Ächtung und verschärfter Sanktionen mehrere Atomwaffentests durchführen lassen.

Im Anschluss an seinen Besuch in Japan reist NATO-Generalsekretär Stoltenberg weiter nach Südkorea. Am Sonntag trifft US-Präsident Donald Trump zu Gesprächen in Japan ein.

jv/mak/ie (dpa, afp)