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Pressemitteilungen

Nato-Botschafter: 2007 als Termin für Beitritt Mazedoniens wünschenswert

Nicolaas Biegman im Interview mit DW-RADIO

Die Nato und Mazedonien hätten eine gemeinsame Vision: Die Frage laute, wann und nicht ob Mazedonien Nato-Mitglied werde. Das sagte der Nato-Botschafter für Mazedonien, Nicolaas Biegman, im Interview mit DW-RADIO. Die NATO habe noch keine Entscheidung bezüglich der nächsten Erweiterungsrunde getroffen. Die Erwartung, dass diese 2007 erfolgen könnte, stamme eher aus dem Umfeld der Aspiranten als aus Kreisen der Allianz, so Biegman. Wenn dem doch so sein sollte, müssten die betroffenen Länder 2006 eine Einladung erhalten. "Dieser Termin wäre wünschenswert", sagte Biegman im Mazedonischen Programm des deutschen Auslandsrundfunks.

Mazedonien könne auf die Entscheidung der Allianz Einfluss nehmen durch die Fortsetzung des Reformprozesses. Dieser sei für die Mitgliedschaft in der EU ohnehin notwendig. Priorität bleibe aber die vollständige Implementierung des Ohrid-Abkommens. Das unter Vermittlung von EU und OSZE im August 2001 vereinbarte Abkommen räumt der albanischen Volksgruppe mehr Rechte ein und soll die staatliche Gewalt auf dem gesamten mazedonischen Territorium wiederherstellen. Die albanische Seite verpflichtete sich zur freiwilligen Abgabe ihrer Waffen an die Nato.

Auch die Reformen in Polizei und Justiz seien wesentlich "für die Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität." Ein zusätzlicher "Trumpf", so Biegman, seien die geplanten Reformen der Armee. Sollte das strategische Papier des Verteidigungsministeriums rechtzeitig das Parlament passieren, werde Mazedonien "beim NATO-Gipfel in Istanbul Fortschritte vorweisen können".

30. März 2004
066/04