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Ostmitteleuropa

NATO beunruhigt über jüngste Entwicklung in der Slowakei

Bratislava, 26.9.2003, RADIO SLOWAKEI, deutsch

Das britische Nachrichtenmagazin Jane´s Intelligence Digest hat berichtet, dass NATO-Generalsekretär George Robertson den NATO-Mitgliedsländern, die den Slowakei-Beitritt in die NATO bislang nicht ratifizierten, empfohlen haben soll, den Ratifikationsprozess einzustellen. Die offiziellen NATO-Vertreter bestätigten jedoch diese Information nicht.

"Es ist einfach nicht wahr. Der Generalsekretär hat es nicht getan," sagte der Sprecher der Allianz Robert Pszczel. "Der Artikel ist falsch."

Die NATO sei laut dem Magazin Jane´s sehr beunruhigt, was die kürzliche politische Entwicklung in der Slowakei betreffe. Nach seinem letzten Besuch in der Slowakei habe laut Jane´s der Direktor des NATO-Sicherheitssamtes Wayne Rychak die Sondersitzung des Sicherheitsrates der Allianz einberufen, bei Anwesenheit der Kandidatenstaaten außer der Slowakei.

Laut dem tschechischen NATO-Botschafter Karl Kovanda diskutierte man in der NATO informell über die Situation in der Slowakei und die Botschafter waren sich einig, dass "diese keinen Einfluss auf die Sicherheitsglaubwürdigkeit des Landes habe".

"Wir verfolgen die Entwicklung in der Slowakei. Mögen die Diskussionen ausfallen, wie sie wollen, für uns ist wichtig, dass die Menschen, die für die Handhabung der geheimen Informationen verantwortlich sind, glaubwürdig für die Allianz sind," sagte Kovanda.

Die hohen Vertreter der NATO habe laut Jane´s die Abberufung des Verteidigungsministers Ivan Simko beunruhigt, den sie für westlich- und reformorientiert hielten. Das Magazin fügt hinzu, dass auch der Kandidat des slowakischen Premierministers Dzurinda für den Posten des Direktors des Nationalen Sicherheitssamtes in der Slowakei Milan Jezovica nicht mit großer Freude in der NATO angenommen wurde. Jezovica sei nämlich Absolvent des Moskauer Staatlichen Institutes für internationale Beziehungen, das in der Vergangenheit ein bekannter Ort der Anheuerung von russischen Agenten war. (fp)

  • Datum 26.09.2003
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