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Aktuell Europa

Nationalpark in Flammen

Hunderte Menschen fliehen im Westen Spaniens und auf den kanarischen Inseln La Gomera und La Palma vor heftigen Waldbränden. Auf La Gomera ist jetzt auch wertvolles Weltnaturerbe in Gefahr.

Auf La Gomera ist es der Feuerwehr bislang nicht gelungen, die heftigen Waldbrände unter Kontrolle zu bringen. Die Regierung der autonomen spanischen Region der Kanaren teilte mit, das Feuer auf breite sich angefacht durch den starken Wind ungehindert aus. Die einzigartige Naturlandschaft des Garajonay Nationalparks könnte zerstört werden. Der Park besteht zum großen Teil aus Lorbeerbäumen und einem Vogelschutzgebiet. Er zählt zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Urlauber nicht bedroht

Auf La Gomera und der Nachbarinsel La Palma mussten rund 600 Menschen ihre Wohnungen vorsorglich räumen, konnten aber so in Sicherheit gebracht werden. Der deutsche Reiseveranstalter Tui teilte auf Anfrage mit, für die Urlauber oder ihre Hotels bestehe durch die Brände keine direkte Gefahr. Bestimmte Ausflüge seien aber vorübergehend abgesagt worden.

Auf La Gomera berichteten örtliche Medien, es seien rund 3000 Hektar Land verbrannt. Die Ursache für die Feuer ist zunächst nicht bekannt. Ein sehr heißer Sommer beschert den betroffenen Regionen seit einiger Zeit hohe Temperaturen.

Die Einwohner und Urlauber hoffen nun auf Hilfe von oben. Der Nationalpark Garajonay liegt in einem dichten Nebelgebiet. Spanische Medien spekulieren deshalb, die anhaltende Feuchtigkeit könne ein Ausbreiten des Feuers verhindern. Zu starker Nebel würde aber auch den Einsatz von Löschflugzeugen verhindern.

Ein Behördensprecher warnte im staatlichen Rundfunk RNE vor zu viel Optimismus, weil Wind die Flammen auch immer wieder neu entfachen könne.

Feuer auch in der Extremadura

Auf dem spanischen Festland teilte ein Sprecher der Regionalverwaltung der westlichen Region Extremadura mit, es seien rund 300 Campingurlauber vor den Bränden gerettet worden. Ein 35-jähriger Brandschutzkämpfer einer militärischen Sondereinheit kam nach Angaben der Rettungskräfte ums Leben. Mehrere Helfer wurden verletzt.

lg/sc (APE, afp, dpa)

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