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Fit & gesund

Nasenspray-Abhängigkeit - aus und vorbei!

Nasentropfen - ihre Wirkstoffe stellen angeschwollene Gefäße in der Nase engerer und man bekommt wieder besser Luft. Das Dumme nur: Diese Wirkung lässt nach einigen Stunden nach. Viele sind regelrecht abhängig von Nasensprays oder -tropfen.

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Abschwellende Nasensprays sind in der akuten Phase eines Schnupfens sinnvoll, weil sie den Schleim abfließen lassen und die Nasennebenhöhlen belüften. Sie helfen, chronische Nebenhöhlenentzündungen zu vermeiden. Werden allerdings ständig abschwellende Nasensprays benutzt, trocknet das die Nasenschleimhaut aus. Die gereizte Schleimhaut schwillt wieder an um die Durchblutung zu steigern. So entsteht schnell ein Teufelskreis. Bleibende Schäden an der Nasenschleimhaut sind die Folge. Man sollte die Nase wieder von den Tropfen bzw. dem Spray entwöhnen: Erst mal zum Arzt, um die Ursachen einer verstopften Nase zu klären. Das können Allergien sein, Nebenwirkungen von Medikamenten, hormonelle Umstellungen, Polypen oder eine verkrümmte Nasenscheidewand. In den meisten Fällen aber haben Patienten nach einer Erkältung den Absprung von Medikament nicht geschafft. Zur Entwöhnung lässt man erst mal 1 Nasenloch ohne Behandlung. Hat man bisher ein Präparat für Erwachsene verwendet, ersetzt man es durch eines für Kinder und schließlich für Kleinkinder und Säuglinge, bis man ganz darauf verzichten kann. Nasenduschen oder Nasensprays mit Meersalzlösung helfen, um die Nase auf natürliche Weise frei zu bekommen und die Schleimhäute zu befeuchten. Warme Dampfbäder z.B. mit Kamillenblüten wirken ebenfalls schleimlösend und entzündungshemmend. Ölige Nasentropfen mit Vitamin A oder E oder Nasensalben mit Dexpanthenol sollen die geschädigte Nasenschleimhaut regenerieren, beeinträchtigen aber auf Dauer die Reinigungsfunktion der Nase - deshalb nur kurze Zeit anwenden. Und beim nächsten Schnupfen die Nasentropfen nicht länger als 10 Tage nehmen, um nicht erneut abhängig zu werden.