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Fokus Osteuropa

Nasarbajew-Museum in Kasachstan eröffnet

Im Zentrum der kasachischen Hauptstadt Astana hat ein Museum für Präsident Nursultan Nasarbajew seine Türen geöffnet. Die Ausstellungsgegenstände reichen von der Landesverfassung bis zum präsidialen Kugelschreiber.

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Präsident mit Privat-Museum: Nursultan Nasarbajew

Dem Museumsdirektor zufolge stammte die Idee, das Museum einzurichten, von Nursultan Nasarbajew persönlich. Finanziert werde das Museum aus dem Staatshaushalt. Die Ausstellung besteht aus 15 thematisch geordneten Sälen. In ihnen wird praktisch die gesamte Staatsgeschichte Kasachstans präsentiert, angefangen vom Tag der Unabhängigkeit des Landes bis zur Gegenwart.

Die Exponate

Unter den Exponaten sind die Verfassung des Landes, die Flagge, das Staatswappen, der Text des Amtseids des Präsidenten und sogar Kugelschreiber, mit denen Nasarbajew die ersten Dokumente unterzeichnete. Separat präsentiert werden Gegenstände, die über die Familiengeschichte der Nasarbajews berichten. Ausgestellt ist ein Modell von Nasarbajews Elternhaus im Dorf Tschemolgan, dem Geburtsort des Präsidenten, der sich im Gebiet Almaty befindet. Ferner ist ein Modell der Schule zu sehen, die der Präsident im Dorf Tschemolgan besuchte. Die Ausstellung beinhaltet darüber hinaus Fotos der Eltern des Präsidenten und Fotos aus der Kindheit und Schulzeit des Staatsoberhaupts.

Größenwahn und Wahlkampf

Derzeit können das Museum nur Gruppen besuchen. Bereits mehr als 3.000 Schüler sahen die Ausstellung. Die Eröffnung des Museums sorgte in Kasachstan für unterschiedliche Reaktionen. Viele Menschen sehen darin Größenwahn und eine Werbekampagne im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen. Der bekannte kasachische Politikwissenschaftler Nurbulat Masanow sagte in einem Gespräch mit der Deutschen Welle, Nasarbajew hätte die Idee, ein Museum einzurichten, zuerst öffentlich diskutieren sollen, um zu sehen, ob die Gesellschaft ein solches Museum auch annehmen würde.

Sarina Kosybajewa, Astana

DW-RADIO/Russisch, 11.7.2005, Fokus Ost-Südost