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Aktuell Amerika

NASA veröffentlicht spektakuläre Bilder vom Pluto

Die US-Weltraumbehörde hat ungewöhnlich scharfe Fotos vom Zwergplaneten Pluto veröffentlicht. Aufgenommen wurden die Bilder von der Raumsonde "New Horizons" aus einer Entfernung von ungefähr 17.000 Kilometern.

Die NASA nutzte dazu eine nach eigenen Angaben ungewöhnliche Technik. Das Teleskop Lorri, abgekürzt für "Long Range Reconnaissance Imager", nahm alle drei Sekunden ein Foto auf, während eine weitere Kamera die Oberfläche des Planeten scannte. So seien kürzere Verschlusszeiten der Kamera möglich gewesen. Das Ergebnis: deutlich schärfere Bilder.

Die NASA selbst spricht von den möglicherweise besten Pluto-Nahaufnahmen für Jahrzehnte. "Diese neuen Bilder liefern uns einen atemberaubenden, super-hochauflösenden Einblick in die Geologie von Pluto."

Die US-Raumsonde "New Horizons" war am 14. Juli als erstes Raumfahrzeug an Pluto vorbeigeflogen. Früher veröffentlichte Aufnahmen hatten die geografische Vielfalt des Zwergplaneten gezeigt, von Bergen über Sanddünen bis hin zu Eisschollen. Die jetzt freigegebenen Bilder wurden in der Nähe des Punktes aufgenommen, an dem die Raumsonde Pluto am nächsten gekommen war. Sie zeigen eine Mischung aus bergigen und eisigen Gebieten mit Kratern.

Als die US-Raumsonde "New Horizons" im Januar 2006 zum Pluto startete, zählte der Himmelskörper am Rand des Sonnensystems noch zu den Planeten. Doch im August 2006 stufte die Internationale Astronomische Union den fernen kleinen Himmelkörper zu einem Zwergplaneten herab - eine Entscheidung, die noch heute bei manchen US-Astronomen umstritten ist.

Zergplanet Pluto (Foto: picture alliance/NASA)

Nicht ganz neu: Aufnahme vom Pluto im Ganzen - auch von "New Horizons" aus

Pluto ist mehr als vier Milliarden Kilometer von der Erde entfernt - zum Vergleich: Die Entfernung zwischen Erde und Sonne beträgt rund 150 Millionen Kilometer. Der Zwergplanet mit einem Durchmesser von nur rund 2370 Kilometern benötigt 248 Jahre für einen Umlauf um die Sonne. Der felsige Himmelskörper hat fünf Monde: den großen Charon, der mit Pluto eine Art Doppelplanet bildet, und die viel kleineren Monde Nix, Hydra, Styx und Kerberos. Benannt ist der Zwergplanet nach dem römischen Gott der Unterwelt.

qu/bor (afp)

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