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Politik

Narzissmus und Arroganz

Beherrschendes Thema am heutigen Samstag (01.03.): das Treffen der arabischen Staatschefs im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich über die Irak-Krise.

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Die arabischen Staaten lehnen jeden Krieg gegen Irak ohne UN-Mandat ab und wollen einen Versuch zur friedlichen Lösung der Krise unternehmen. Ein Konsens innerhalb der Arabischen Liga wird jedoch schon allein dadurch erschwert, dass bestimmte Länder in der Golfregion mit den USA verbündet sind oder zumindest Verteidigungsverträge mit den Vereinigten Staaten unterschrieben haben.

Die kuwaitische Zeitung Al-Rai Al-Aam schreibt: "Der Countdown für die Heilung der Region von dem krebsähnlichen irakischen Regime läuft. Die Art und Weise, wie man das tut ist nicht mehr wichtig. Hauptsache, dass man dieses Regime los wird, das die ganze Region zwei Jahrzehnte lang in die Enge getrieben und ihre Human- und Naturressourcen erschöpft hat. Das Verschwinden des irakischen Regimes bedeutet für die Region einen Neuanfang. Der Wunsch der Bevölkerung und Herrscher am Golf, keine schwarzen Flecken mehr in der Region zu haben, wird in Erfüllung gehen."

Einigkeit tut Not

Unter dem Titel 'Bevor es zu spät ist' schreibt die saudische Zeitung Al-Rai: "Die Vorbereitungstreffen für den Gipfel der Arabischen Liga zeigen, dass die Araber in der Lage sind, ihre Streitigkeiten zu überwinden, oder sie zu Krisenzeiten beiseite legen können. Es gibt aber keine schwierigere Krise als die jetzige Irak-Krise. Deswegen müssen sich die Araber einig sein, damit der Irak einen unberechenbaren Krieg vermeiden kann (…) Die Botschaft, die das Gipfeltreffen an die irakische Führung richten will, besteht darin, dass allein die irakische Führung die Lösung der Krise in der Hand hat, und dass sie allein den Krieg vermeiden kann. Diese Botschaft muss gut verstanden werden, bevor die Kriegstrommeln schlagen und bevor es zu spät ist."

In der Zeitung Al-Watan aus Katar heißt es: "Vielleicht ist der irakische Präsident noch seinem Narzissmus verfallen und kann sich von dieser Krankheit nicht heilen. Denn er nennt seine deutliche Niederlage nach der Eroberung des Nachbarlandes Kuwait immer noch: 'Die Mutter aller Schlachten'. Er ist immer noch von sich besessen und droht der 'Supermacht' der neuen Weltordnung, dass ihre Soldaten aus dem Irak in Särgen und Plastiktüten zurück kommen würden. Obwohl wir, die Bevölkerung der arabischen Nation, die amerikanische 'Machtarroganz' ablehnen, müssen wir auch zugeben, dass die Arroganz Saddam Husseins uns, die Araber, in 'fürchterliche' Notlagen gebracht hat. Wir wissen nicht, wohin unsere Schicksale uns führen."

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