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Afrika

Nana Yaw Ayensu, Ghana

Der Lokalradio-Manager lernt bei "Our Radio!", einem Langzeitprojekt der DW Akademie, seinen Sender wirtschaftlich besser aufzustellen und weiterzuentwickeln.

Mit Nkwa FM leitet der 39-jährige Nana Yaw Ayensu einen Sender, der einer christlichen Organisation aus Accra gehört. Nkwa ("Leben") ist einer von neun Partnersendern, die an "Our Radio!" teilnehmen, einem zweijährigen Kooperationsprojekt von DW Akademie, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Ghana Independent Broadcasters Association (GIBA). Das Projekt unterstützt die Sender durch Hörerforschung, Trainings für Journalisten und Manager sowie Beratung vor Ort. Außerdem ist ein Programmaustausch zwischen den teilnehmenden Hörfunkstationen geplant.

Sie leiten den Radiosender Nkwa FM in Assin Fosu, einer Kleinstadt mit etwa 20.000 Einwohnern. Was ist die größte Herausforderung für Sie als Medienschaffender?
Als privater Rundfunk-Sender ist es schwierig an Finanzmittel zu kommen, sei es über Werbung oder Bankkredite. Darum gibt es zwar sehr viele private Sender in Ghana, aber nur wenige, die wirklich sichtbar sind und wirtschaftlichen Erfolg haben. Außerdem gehören viele Sender Politikern oder Geschäftsleuten, die die Einnahmen in die eigene Tasche anstatt in gute Programme zu investieren. So kann sich ein Radiosender nicht entwickeln.

Seit einem Jahr ist Nkwa FM Partnersender von "Our Radio!". Wo lag bisher der größte Nutzen des Projekts für Ihren Sender?
Das Projekt hat unseren Mitarbeitern schon viele Aha-Effekte beschert. Ende vergangenen Jahres arbeiteten ein Tontechniker und ein Management-Berater der DW Akademie gemeinsam mit uns in unserer Redaktion. Seitdem ist die Tonqualität wirklich fabelhaft. Und die Management-Beratung hat uns geholfen, neue Kunden zu gewinnen und mehr Umsatz zu machen. In der vergangenen Woche haben wir in einem Workshop einen Business-Plan erarbeitet. Der baut auf dem auf, was wir schon erarbeitet hatten.

Wie gut lassen sich die Geschäftsmodelle aus Europa in Ghana anwenden?
Wir hatten auch vorher schon eine Vorstellung davon, was ein Business-Plan ist. Bevor man in Ghana einen Radiosender aufmachen kann, muss man einen einreichen. Aber die meisten Sender beauftragen einen Berater und lassen den Plan schreiben. Von dem kriegt man dann ein dickes Buch, das man durchlesen kann, ohne es zu verstehen - Hauptsache, man bekommt eine Lizenz. Seit dem Training können wir selbst einen Business-Plan schreiben, der nun auch wirklich zu unserem Sender passt und unsere Zielgruppe anspricht, wenn wir uns beispielsweise um Finanzmittel oder technische Geräte bemühen. Das wird uns wirklich helfen.

Der Business-Plan enthält auch Ziele für die Zukunft. Wo sehen Sie Nkwa FM in ein paar Jahren?
Unseren Sender gibt es jetzt seit drei Jahren und wir sind die Nummer Eins in Assin Fosu. Mittelfristig wollen wir unser Sendegebiet erweitern, um dadurch höhere Werbeeinnahmen zu erzielen. Aber zuerst brauchen wir Finanzmittel für die notwendigen technischen Geräte. Der Business-Plan wird uns dabei helfen, diese Mittel zu bekommen.

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