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Afrika

Namibia: Das Team von Radio Omaheke

Einer der Schwerpunkte des 18-monatigen DW Akademie-Projekts "Community Voices" in Namibia sind Bürgermedien. Drei junge Produzenten von Community Radios sprechen darüber, was sie in den Workshops gelernt haben.

Radio Omaheke Namibia

Das Team von Radio Omaheke: Charles Neels, Maurley Hlangwane und Ethelbertus Tove Tibinyane

Maurley Hlangwane, Ethelbertus Tove Tibinyane und leben in der Region Omaheke im Osten von Namibia. Dort arbeiten sie für den Community-Sender "Radio Omaheke".

Was sind Ihre Aufgaben bei Radio Omaheke?
Maurley: Zurzeit sind wir noch nicht on Air. Wir sind momentan also vor allem damit beschäftigt, Inhalte zu produzieren.
Tove: Wir hoffen, dass wir in ein oder zwei Monaten senden können. Ich werde Moderator sein. Aber im Moment machen wir ja auch noch beim Training der DW Akademie mit, was uns bei unserer Arbeit sehr hilft.
Charles: Ich arbeite nach wie vor als Ehrenamtlicher und bin bei der Produktion von Inhalten beteiligt. An den Trainings nehme ich auch teil.

Wie seid ihr zum Team für "Community Voices" geworden?
Tove: Der Manager des Senders, Levi Katire, hat gefragt, ob ich daran interessiert sei, an den Workshops der DW Akademie teilzunehmen. Dort habe ich dann Maurley, und Charles getroffen.

Inwiefern hat euch das Projekt weitergebracht?
Charles: Ich habe gelernt, wie man ein Skript schreibt, was die Produktion einer Sendung mit sich bringt und wie ich mit Ton arbeiten kann. Außerdem bin ich durch die Workshops selbstbewusster geworden.
Maurley: Ich habe viel über den Umgang mit verschiedenen Menschen erfahren und außerdem erlebt, dass man in einem Studio viel mehr machen kann als nur herumzusitzen und zu reden! Durch das Projekt habe ich auch Respekt von anderen Menschen bekommen und ebenso gelernt, mich selbst zu respektieren.
Tove: Bevor ich zu „Community Voices“ kam, wusste ich nichts über Radio oder Medien. Durch die DW Akademie habe ich dann gelernt, wie man produziert, Skripte schreibt, moderiert und Interviews führt. Jetzt habe ich ein Zertifikat, was mich nicht nur für meine weitere Arbeit motiviert, sondern mir ebenso Glaubwürdigkeit verleiht, wenn ich mich bei einem größeren Medienunternehmen bewerben möchte.

Wie kann die Gemeinde langfristig von "Community Voices" profitieren?
Maurley: Hier in der Omaheke Region haben die Menschen oftmals kein großes Bewusstsein für Themen wie Menschenrechte oder mögliche Lösungsansätze für ihre Probleme. In den Workshops setzten wir uns allerdings viel mit diesen Themen auseinander. Wir können den Menschen helfen, indem wir Ihnen eine Chance geben, ihre Themen in unseren Radio-Sendungen einzubringen. Gleichzeitig helfen die Hörer so auch uns.

Was kann die DW Akademie in den nächsten 25 Jahren zu Bürgermedien beitragen?
Tove: Die DW Akademie sollte so weitermachen wie bisher. Die Tatsache, dass nicht direkt Geld fließt, gefällt mir – denn Geld führt oft zu Missbrauch. Ich finde es toll, dass das Projekt hier vor Ort ist, dass die Trainer persönlich mit uns arbeiten und dass sie uns die Fertigkeiten beibringen, die wir wirklich brauchen.


Die DW Akademie engagiert sich seit der Unabhängigkeit 1990 für die Medienentwicklung in Namibia. Hierzu zählt unter anderem eine intensive Zusammenarbeit mit Community-Medien im ländlichen Raum. Dazu zählt auch das Projekt "Community Voices". Die Trainer der DW Akademie bieten dabei Beratung zu nachhaltigem Medienmanagement an, zusätzlich werden Trainings- und Beratungsaktivitäten in den Bereichen Menschenrechte und Wahlberichterstattung durchgeführt. Finanziert werden die Projekte der DW Akademie von der Europäischen Union (EU) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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01_02_2012 Themenbild für Newsletter Ansprechpartner für weitere Verwendungszwecke: Sabrina.Tost@dw-world.de

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