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Schwerpunkte

Nahrung vs. Kraftstoff – Das Recht auf Nahrung und die Rolle der Medien

Montag, 20. Juni 2011, 16:00 Uhr im Raum A/B

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Die zahlreichen wesentlichen Faktoren der weltweiten und regionalen Nahrungssicherheit unterscheiden sich deutlich nach Zeit und Grad, in denen sie von Politikern und anderen Entscheidungsträgern beeinflusst werden können. Die Möglichkeit, beispielsweise eine klima-bedingte Missernte oder den ansteigenden Fleischkonsum kurzfristig zu beeinflussen, ist stark begrenzt. Allerdings könnte es politische Antworten auf den wachsenden Wettbewerb zwischen der Produktion von Nahrung und Bio-Kraftstoffen sowie der dadurch verstärkten Erntespekulation geben.

Der Workshop wird mit einer Präsentation der neuesten Daten zur Nutzung von Nahrungspflanzen und Ackerland zur Produktion von Biokraftstoffen beginnen. Außerdem wird der Zusammenhang zwischen dem wachsenden Markt für Biokraftstoffe, dem verhältnismäßig neuen Phänomen der Landnutzung durch ausländische Agri-Wirtschafts-Unternehmen – beispielsweise in Afrika – und Erntespekulation analysiert. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge wird die Nachfrage nach Biokraftstoffen im kommenden Jahrzehnt zu einem bis zu 40-prozentigen Anstieg der Kosten für Nahrungsmittel führen. Neben diesem globalen Ansatz wird der Workshop auch den Blick auf die lokale Ebene richten, um zu untersuchen, welche Auswirkungen es auf die lokale Nahrungssicherheit hat, wenn Kleinbauern durch die Großproduzenten von Biokraftstoffen vom Markt gedrängt werden.
Im zweiten Teil des Workshops werden (politische) Projekte und Vorgaben, die die Produktion von Biokraftstoffen zu Lasten der Nahrungsproduktion bevorteilen, diskutiert sowie mögliche Ansätze, derartige Projekte und Vorgaben zu verhindern oder ändern, debattiert. Ein besonderes Augenmerk liegt darin, die Möglichkeiten lokaler, nationaler und internationaler Medien zu erörtern, positive Entwicklungen in Hinblick auf das Ziel Recht auf Nahrung zu unterstützen.

Moderation:
Klemens van de Sand
Board member of Germanwatch and member of the Development and Peace Foundation’s Advisory Board

Panelists:
Thomas Deve
UN Special Rapporteur on the right to food

Bärbel Dieckmann
President of Deutsche Welthungerhilfe

Uwe Fritsche
Scientist at Oeko-Institut Darmstadt

Vineet C. Raswant
Senior Technical Advisor, International Fund for Agricultural Development

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