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Aktuell Nahost

Nahostgesandter Blair bemüht sich um Waffenruhe im Gazakonflikt

Nach neuen israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen bemüht sich die internationale Gemeinschaft weiter um eine Waffenruhe. Der Sonderbeauftragte des Nahost-Quartetts, Tony Blair, reiste deshalb nach Ägypten.

Den fünften Tag in Folge hat die israelische Luftwaffe ihre Angriffe zur Zerstörung von Raketen und Einrichtungen der radikalen Hamas im Gazastreifen fortgesetzt. Nach palästinensischen Angaben kamen dabei 21 Menschen ums Leben. Damit wurden seit dem Start der Offensive im Gazastreifen 126 Menschen getötet.

Moschee unter Beschuss

Zuletzt wurde auch eine Moschee beschossen, weil sich dort nach israelischen Angaben ein geheimes Waffenlager befand. Warum zudem ein Heim für Behinderte attackiert wurde, konnte eine israelische Armeesprecherin bislang nicht sagen.

Tony Blair (l.) und Präsident Abdel Fattah al-Sisi (Foto: dpa)

Der britische Ex-Premier Blair (l.) startete seinen Vermittlungsversuch mit einem Besuch bei Präsident al-Sisi in Kairo

Israel wirft der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas vor, gezielt aus Wohnhäusern, Schulen und dicht besiedelten Gebieten zu operieren, um entweder Gegenangriffe zu erschweren oder im Propagandakrieg auf eine hohe Zahl getöteter Zivilisten verweisen zu können.

Sondertreffen der Arabischen Liga

Nach ergebnislosen Sitzungen des UN-Sicherheitsrates beantragte Kuwait eine Dringlichkeitssitzung der Außenminister der Arabischen Liga. Das Treffen soll am Montag in Kairo stattfinden. Ägypten hatte am Freitag seine Vermittlungsbemühungen für gescheitert erklärt.

Der britische Ex-Premierminister Tony Blair, der das sogenannte Nahost-Quartett aus Vereinten Nationen, USA, Europäischer Union und Russland vertritt, will nun mit ägyptischen Regierungsvertretern über eine Fortsetzung der Bemühungen beraten.

Israel und Hamas sind gegen Waffenruhe

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt einen Stopp der Militäroperation ab, solange die Hamas Israel mit Raketen beschießt. Um die Islamisten zur Beendigung des Raketenfeuers zu zwingen, schließe Israel "keine Option aus", sagte Netanjahu am Freitag vor Journalisten in Tel Aviv. An der Grenze wurden massive israelische Truppenverbände zusammengezogen. Zusätzlich wurden 33.000 Reservisten für eine mögliche Bodenoffensive mobilisiert.

Auch die radikalislamische Hamas lehnt Gespräche über eine Feuerpause kategorisch ab. Sie und andere militante Organisationen wie der Islamische Dschihad feuerten seit Dienstag rund 525 Mörsergranaten und Raketen auf israelische Ziele ab, darunter die Großstädte Tel Aviv und Jerusalem. Knapp 140 Geschosse wurden von der israelischen Luftabwehr abgefangen, wie die Militärsprecherin sagte.

uh/kis (dpa, rtr, afp)