1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Nahost

Nahost-Gewaltspirale in Aktion

Seit sechs Tagen kann die Weltöffentlichkeit wieder das alte "Kräftespiel" zwischen Israelis und Palästinensern beobachten. 16 Menschen mussten dabei bislang ihr Leben lassen.

Palästinenser tragen einen getöteten sechsjährigen Jungen in Khan Junis im Gazastreifen zu Grabe (Foto: Reuters)

Israel Palästina Gewalt Ausschreitungen

Israel hat den militanten Palästinensergruppen im Gazastreifen mit neuen Militärschlägen gedroht, falls sie ihre Raketenangriffe fortsetzen. "Die israelische Armee ist hart gegen jene vorgegangen, die uns Schaden zufügen wollen, und wenn es sein muss, wird sie noch härter vorgehen", sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem. Israels Ziel sei es, "den Bewohnern des israelischen Südens Sicherheit und Ruhe zurückzugeben".

Angespannte Ruhe

Am Sonntagmorgen herrschte im Gazastreifen und im Süden Israels eine angespannte Ruhe. Eine israelische Militärsprecherin sagte, seit Mitternacht habe es keine neuen Raketenangriffe und keine israelischen Luftangriffe im Gazastreifen mehr gegeben. Am Samstagabend fing die israelische Raketenabwehr noch fünf Raketen des Typs Grad ab, die militante Palästinenser im Gazastreifen auf die israelische Küstenstadt Aschkelon abgefeuert hatten.

Die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas hatte von einer neuen Waffenruhe ab Samstagnacht gesprochen. Diese Vereinbarung sei unter Vermittlung von Ägypten zustande gekommen, sagte das führende Hamas-Mitglied Ayman Taha. Seit Beginn einer neuen Runde von Gewalt und Gegengewalt starben 16 Palästinenser, etwa 70 weitere Menschen wurden verletzt. In Israel erlitten fünf Menschen Verletzungen.

sti/wl/kle (afp, dpa, rtr)