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DW Nachrichten

Nahost-Friedensgespräche in Washington

Erstmals seit drei Jahren haben sich Israel und Palästinenser wieder an einen Tisch gesetzt. Eine Garantie, dass beide Seiten am Ende Frieden schließen, gibt es nicht.

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In den Nahost-Konflikt kommt nach knapp drei Jahren Stillstand wieder Bewegung: Unterhändler Israels und der Palästinenser trafen am Montagabend (Ortszeit) in Washington auf Einladung von US-Außenminister John Kerry zu einem Abendessen zusammen, wie das State Department mitteilte. Diese Vorgespräche sollen später in die eigentlichen Friedensverhandlungen münden. Bei der zweitägigen Unterredung unter Vermittlung der USA geht es zunächst um einen Arbeitsplan für die kommenden Monate.

US-Präsident Barack Obama äußerte sich verhalten optimistisch. "Das ist ein vielversprechender Schritt voran, doch es stehen weiterhin harte Arbeit und harte Entscheidungen bevor", meinte er in einer schriftlichen Erklärung.

US-Außenminister John Kerry hatte in monatelanger Pendel-Diplomatie Israelis und Palästinenser an den Verhandlungstisch gebracht. Er ernannte den früheren US-Botschafter in Israel, Martin Indyk, zum Vermittler in den Verhandlungen.

Israelis und Palästinenser wollen mindestens ein dreiviertel Jahr über einen konkreten Friedensplan verhandeln. Beide Seiten hätten sich auf "direkte Gespräche über einen endgültigen Status" geeinigt, der "einen Kalender von mindestens neun Monaten" vorsehe, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums in Washington.

Die Wiederaufnahme der Verhandlungen war vor eineinhalb Wochen bekannt gegeben worden. Israel ist durch Justizministerin Zipi Livni und den Gesandten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Jizchak Molcho, vertreten, die palästinensische Seite durch Chefunterhändler Sajeb Erakat und Mohammed Schtajeh. Beobachter rechnen mit einem komplizierten Ringen um die Beilegung des Nahost-Konfliktes.

pg/gmf (dpa, afp)