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Welthandel

NAFTA-Verhandlungen ambititioniert

Die erste Runde ist gelaufen. In Washington haben Kanada, Mexiko und den USA eine erste positive Bilanz nach dem Auftakt der Neuverhandlungen über den nordamerikanischen Handelspakt Nafta gezogen.

Die Zahl und Bandbreite der Vorschläge in den fünftägigen Gesprächen spiegele das Ziel aller drei Länder wider, ein "ambitioniertes Ergebnis" zu erreichen, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Alle drei Länder seien bemüht, den Verhandlungsprozess zu beschleunigen und das Abkommen zu verbessern.

In der ersten Verhandlungsrunde wurden den Angaben zufolge mehr als zwei Dutzend Themen angesprochen. Die drei Seiten hätten sich darauf verständigt, in den kommenden zwei Wochen nach Gesprächen mit Unternehmen in den jeweiligen Heimatländern weitere Vorschläge einzureichen.

Verbessern oder weiterentwickeln?

Gleich zu Beginn waren die Differenzen zwischen den beteiligten Staaten offenbart worden: Während die USA für eine tiefgreifende Änderung der Regelungen plädierten, stellten Kanada und Mexiko klar, dass es ihnen vor allem darum geht, das Abkommen zu "verbessern" und "weiterzuentwickeln".

Die Verhandlungen über ein neues Regelwerk für die größte Freihandelszone der Welt finden auf Betreiben von US-Präsident Donald Trump statt. Der Republikaner vertritt die Meinung, dass der geltende Pakt die Amerikaner benachteiligt und stößt sich vor allem an dem riesigen Defizit der USA im Handel mit Mexiko.

Nach der jetzt abgeschlossenen ersten Runde in Washington soll die nächste vom 1. bis 5. September in Mexiko stattfinden, gefolgt von einer ganzen Reihe weiterer Treffen noch in diesem Jahr. Das Freihandelsabkommen Nafta zwischen den USA, Kanada und Mexiko trat Anfang 1994 in Kraft. Die Zone umfasst 25 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.

ar/bea (dpa, rtr)

 

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