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Wissen & Umwelt

Nachschub für die ISS

Japan hat sein drittes unbemanntes Raumschiff mit Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Erst am Dienstag war eine neue Crew auf der Raumstation angekommen.

Der Transporter HTV 3 Kounotori (Weißer Storch) hob um11.06 Uhr Ortszeit an der Spitze einer H-2-B-Trägerrakete vom Raumfahrtzentrum Tanegashima im Süden Japans ab, wie die japanische Raufahrtagentur JAXA mitteilte. Die Ankoppelung ist für den kommenden Freitag geplant. HTV1 und HTV2 waren 2009 und 2011 zur ISS geflogen.

Der Frachter bringt unter anderem Lebensmittel, Verbrauchsmaterial, eine Kühlwasserpumpe, einen Katalysereaktor, Datenrecorder und wissenschaftliche Ausrüstungen zur Station. An Bord sind auch fünf Minisatelliten, die von dem japanischen Astronauten Akihiko Hoshide mit Hilfe einer speziellen Vorrichtung im All ausgesetzt werden sollen.

Bald russischer Alleingang?

Auf der ISS gibt es insgesamt sechs Arbeitsplätze. Drei gehören Russland, zwei den USA. Der sechste Platz wird abwechselnd von den Partnern des ISS-Projektes besetzt, etwa von der Europäischen Weltraumbehörde ESA oder von Japan.

Unterdessen wurde bekannt, dass Russland mit dem Bau einer eigenen Raumstation liebäugelt. Der Chef der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, Wladimir Popowkin, kündigte Anfang der Woche an, sein Land arbeite an neuen Modulen für die ISS, die erforderlichenfalls aber auch als "Basis für eine neue bemannte Station" dienen könnten. Zugleich machte Popowkin aber deutlich, dass die Zeit noch nicht reif sei für eine Entscheidung, ob man eine neue russische Raumstation baue oder die SS über 2020 hinaus weiter nutzen werde. Auf jeden Fall, so hieß es aus Moskau, würde Russland seine Verpflichtungen bei der ISS einhalten.

Eine Entscheidung könnte Ende des Jahres fallen. Dann sollen die Grundlagen für die künftige russische Raumfahrtpolitik veröffentlicht werden.

gmf/jh (dpa, dapd)