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Kultur

Nachlass von Rosa Parks ausgestellt

Sie ist zum Symbol der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung geworden, weil sie sich nicht diskriminieren lassen wollte. Ihre Aufzeichnungen sind nun für die Öffentlichkeit zugänglich.

Rosa Parks blieb einfach sitzen, als der Busfahrer sie aufforderte, Platz für einen Weißen zu machen. Auch als der Fahrer ihr mit der Polizei drohte, blieb die damals 42-Jährige sitzen. Wenig später wurde sie tatsächlich wegen Störung der öffentlichen Ruhe verhaftet und zu zehn US-Dollar Strafe verurteilt.

Die Nachricht von Parks Festnahme verbreitete sich schnell unter ihren Freunden. Innerhalb von zwei Tagen stellten die Schwarzen in der Stadt Montgomery einen Boykott der öffentlichen Verkehrsmittel auf die Beine. Auch als der damals noch unbekannte Baptistenprediger Matin Luther King davon hörte, nahm er den Vorfall zum Anlass, sich gegen die Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung zu stellen. Der Protestbewegung gelang es schließlich die Behörden dazu zu zwingen, die Rassentrennung in Bussen und Bahnen aufzuheben. Danach war die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung nicht mehr aufzuhalten.

Rosa Parks im Bus

Rosa Parks auf dem Weg zur Arbeit

Viele Geschichten ranken sich um die Szene im Bus am 1. Dezember 1955, als die Schwarze Rosa Parks nicht ihren Platz räumte. War sie einfach nur müde, wie viele es später behaupteten, war sie es Leid, als Schwarze herumgeschubst zu werden - wie sie in ihrer Autobiografie "My Story" geschrieben hat - oder wurde die Szene gar inszeniert? Aufschluss könnten nun Rosa Parks Aufzeichnungen geben, die erstmals in einer öffentlichen Ausstellung zu sehen sind. Parks Nachlass war nach einem langen Rechtsstreit in der Familie im vergangenen Jahr vom Philanthropen Howard Buffett gekauft worden und wird nun der Kongressbibliothek in Washington zur Verfügung gestellt.

sw/suc (ap/dlr)

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