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Welt

'Nachhaltiger Tourismus - Gambias Weg der Entwicklungspolitik'

Der River Gambia mit seinen unzähligen Seitenarmen und kaum zugänglichen Mangrovenwäldern galt seit Jahrzehnten als Geheimtipp für kleinen, aber feinen Tourismus.

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Abendstimmung am Fluss Der Gambia-River ist nicht nur die wichtigste Verkehrsader des westafrikanischen Kleinstaates. Wer seinem Lauf ins Landesinnere folgt, gelangt zu einem der großen archäologischen Geheimnisse des Kontinents, zu den legendären Steinkreisen von Wassau.

Denn nirgendwo in Afrika gibt es ein vergleichbares Vogelparadies mit einer solch einzigartigen Artenvielfalt wie in diesem Mini-Staat am Südatlantik. Vogelfreunde aus aller Welt bewundern in der Balzzeit die Paarungstänze der dann besonders bunten Gefieder. Und die Paarungszeit fällt in die Trockenzeit November/Dezember, jene Jahreszeit, die für Einheimische wie für Besucher klimatisch besonders angenehm ist.

Doch diese Idylle wurde in den 90er Jahren jäh gestört, als europäische Billiganbieter begannen, in Gambia den Massen-tourismus einzuführen. Binnen weniger Jahre erlebte das kleine Land am Großen Strom ein Desaster. Denn es besaß weder die Ressourcen noch die Kapazitäten, diese Form des Tourismus zu handhaben. Billighotels schossen wie Pilze aus dem Boden, die Sozialstruktur drohte völlig zu zerfallen, die Kriminalität stieg steil an, die Umwelt begann zu leiden, und die meisten Touristen - auf dem Höhepunkt 100 000 - entsprachen mehr der Klientel aus dem Ballermann auf Mallorca, als Touristen, die sich auch für andere Kulturen, Flora und Fauna interessierten.

Spät, aber vielleicht nicht zu spät, zogen Regierung und einige weitsichtige Reiseveranstalter die Notbremse. Massentourismus war out, angepasster und nachhaltiger Tourismus in, und ein Masterplan gibt nun die Richtung vor.

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