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Pressemitteilungen

Nachhaltige Entwicklung braucht freie Medien

„Sechs von sieben Menschen leben in Ländern ohne freie Medien. Das ist ein alarmierendes Hindernis für die globale Entwicklung.“ Das sagte BMZ-Staatssekretär Thomas Silberhorn auf dem Global Media Forum in Bonn.

Ohne Meinungsvielfalt gingen wichtige Ideen und Perspektiven verloren, die für eine nachhaltige Entwicklung von großer Bedeutung seien. Silberhorn verwies auf die im vergangenen Jahr von der internationalen Staatengemeinschaft beschlossene Agenda 2030 zur Nachhaltigen Entwicklung mit 17 wichtigen Zielen. Erstmals hätten sich alle Staaten darauf verständigt, gemeinsam für einen angemessenen Lebensstandard aller Menschen und für eine Entwicklung zu sorgen, „die diesen Planeten nicht jenseits seiner Grenzen“ befördere. Die Rede- und Informationsfreiheit und der freie Zugang zu Informationen gehörten zu Recht zu den Zielen der Agenda, so Silberhorn.

Silberhorn plädierte in Bonn für eine stärkere Einbindung der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Medien, da „Regierungen allein nicht das Ziel einer stärker von Gerechtigkeit geprägten Welt erreichen können“. Im digitalen Zeitalter könne das Internet dabei eine immer wichtigere Rolle spielen, zumal „schon heute die meisten Nutzer in Entwicklungsländern leben und vom Informationsaustausch profitieren“. Silberhorn verwies auf Projekte in rund 70 Ländern, darunter Uganda, Kenia und Indien, die sein Ministerium unterstütze. Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der teilweise Online-gestützten Projekte sei ein freier Zugang „mit starken partizipativen Möglichkeiten, einem wirklich freien Ideen- und Informationsaustausch“.

Das BMZ arbeitet eng mit der DW Akademie zusammen – „ein strategischer Partner, um Meinungs- und Informationsfreiheit weltweit zu fördern“, sagte der Staatssekretär in seiner Keynote. „Werfen Sie einen kritischen Blick auf die Arbeit der Politiker – in aller Welt. Erinnern Sie immer wieder an die Informations- und Medienfreiheit und nutzen Sie auch die Möglichkeiten des investigativen Journalismus, um etwa auf Korruption aufmerksam zu machen.“
Silberhorn eröffnete den dritten und letzten Tag der diesjährigen internationalen Medienkonferenz der DW.

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