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Nachbar Atomkraftwerk

Oliver Glasenapp stößt auf gespaltene Reaktionen in der Nähe deutscher Atomkraftwerke

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Das eine liegt in der Nähe eines Dorfes, das andere nahe einer Kleinstadt und beide an der Elbe. Rund 70 Kilometer voneinander entfernt. Im kleinen Brokdorf (Schleswig-Holstein, 1.000 Einwohner) ist der Widerstand gegen das AKW auf eine Handvoll Männer und Frauen geschrumpft. Hier, wo die Einwohner von der Gewerbesteuer des Kraftwerksbetreibers überdurchschnittlich profitieren, ist es nicht schicklich, offen seine Bedenken oder gar seine Angst vor Atomkraft zu äußern. Ganz anders in Geesthacht (Schleswig-Holstein, 30.000 Einwohner). Hier hat sich die Ungewissheit seit einem Zwischenfall im Atomkraftwerk Krümmel Ende Juni vergrößert. Und es gibt seit 1990 unerklärliche Leukämiefälle. 18 Kinder sind seitdem erkrankt, vier gestorben. Sie haben nur eine Hoffnung: Dass Krümmel nie wieder ans Netz geht. Die Bewohner von Brokdorf und Krümmel erzählen, warum sie trotz ihrer Angst vor einem atomaren Unfall den Ort nicht verlassen, oder warum sie überzeugt sind, dass nie etwas passieren wird.

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