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Aktuell Nahost

Nach Raketenbeschuss bombardiert Israel Ziele im Gazastreifen

Die heftigsten Raketenangriffe aus dem Gazastreifen seit vielen Monaten, auch auf Sderot im Süden Israels. Der Gegenschlag ließ nicht lange auf sich warten. Außenminister Lieberman forderte bereits die Wiederbesetzung.

Nach dem Beschuss Israels mit dutzenden Raketen aus dem Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe am Mittwochabend Vergeltungsangriffe auf mehrere Ziele in dem palästinensischen Gebiet geflogen. Mit Luft-Boden-Raketen seien zudem Einrichtungen in allen Teilen des von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Territoriums am Mittelmeer beschossen worden, hieß es von israelischer und palästinensischer Seite.

Demnach galten die meisten Bombardements offensichtlich Ausbildungslagern der Al-Kuds-Brigaden, dem bewaffneten Flügel des Islamischen Dschihad, der sich zuvor zu den Raketensalven bekannt hatte, sowie der Essedin-al-Kassem-Brigaden, dem militärischen Arm der Hamas. Die Al Kuds hatte sich zuvor gepriesen, mehr als 90 Raketen auf Israel abgefeuert zu haben. Beobachter sprachen von den massivsten derartigen Attacken seit zwei Jahren. Getroffen wurde auch wieder die grenznahe Stadt Sderot im Süden (Artikelbild).

Wieder einmarschieren?

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte kurz nach dem neuerlichen Raketenbeschuss eine "sehr heftige" Reaktion an. Sein Außenminister Avigdor Lieberman drohte gar mit einer erneuten kompletten Besetzung des Gazastreifens. Man sei bereit, jeden Preis für die Sicherheit der Israelis zu bezahlen. US-Außenamtssprecherin Jennifer Psaki betonte, dass Israel wie jede Nation das Recht auf Verteidigung habe.

Die schwerste Konfrontation seit dem November 2012 gefährdet auch die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern, für die sich besonders auch US-Außenminister John Kerry engagiert hatte. Angstrebt war ein Vertrag bis Ende des Jahres. Hamas und Islamischer Dschihad lehnen diese Verhandlungen ab.

SC/haz (afpe, rtre, dpa)