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Aktuell Afrika

Nach Präsidentenwahl in Ägypten werden Stimmen gezählt

Nach Ende der zweitägigen Präsidentenwahl wird nun das Wahlergebnis mit Spannung erwartet. Rund 25 Millionen Ägypter gaben ihre Stimme ab. Mit Ergebnissen wird frühestens am Wochenende gerechnet.

Zwölf Bewerber bewerben sich um das höchste Amt im Staat und stellten sich zur Wahl. 52 Millionen Bürger waren bei dem historischen Wahlgang aufgerufen, einen Nachfolger für den im Februar 2011 bei einem Volksaufstand entmachteten Langzeitherrscher Husni Mubarak zu bestimmen.

Foto von Husni Mubarak (dritter von links) (Foto: dapd)

Mubaraks Herrschaft ist nur noch Geschichte

Nach dem großen Andrang am Mittwoch, gab es am Donnerstag weniger lange Warteschlangen. Dennoch verlängerte die Wahlkommission die Öffnungszeiten der Wahllokale um eine Stunde auf 21.00 Uhr. Nach ersten Schätzungen lag die Wahlbeteiligung bei 50 Prozent.

Stichwahl zwischen Mursi und Schafik im Juni?

Ein neuer Präsident wird aber voraussichtlich erst durch eine Stichwahl gefunden werden. Es gilt als unwahrscheinlich, dass einer der zwölf Kandidaten auf Anhieb 50 Prozent der Stimmen gewonnen hat. Wahltermin wäre der 16. und 17. Juni.

Die besten Chancen können sich nach Expertenangaben zwei Polit-Profis ausrechnen: Mubaraks letzter Ministerpräsident Ahmed Schafik und der frühere Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa. Auch zwei Islamisten haben gute Chancen: zum einen der Kandidat der Muslimbruderschaft, Mohammed Mursi, zum anderen der ehemalige Muslimbruder Abdel Moneim Abul Futuh.

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Ägypten: Auszählen nach der Präsidenten-Wahl

Obwohl die Auszählung noch läuft, erklärten die Muslimbrüder, ihr Kandidat Mohammed Mursi liege bereits in Führung. Dies zeichne sich aus den ersten Auszählungen ab. Insgesamt wurde in 13.000 Wahllokalen gewählt. Nach Angaben eines Vertreter der Muslimbrüder scheint zudem klar zu sein, dass Mursi und Schafik in die Stichwahl gehen.

Einige Wahlverstöße

Insgesamt soll die erste direkte, freie und demokratische Präsidentenwahl fair und gerecht verlaufen sein. Wahlbeobachter berichteten zwar von Verstößen gegen die Wahlordnung. Diese sollen aber keine gravierenden Auswirkungen auf den Wahlausgang haben. Nach offiziellen Angaben waren 300.000 Soldaten und Polizisten im Einsatz, um für einen friedlichen Wahlverlauf zu sorgen.

Hillary Rodham Clinton (Foto. dapd)

Erste Gratulantin: Hillary Clinton

US-Außenministerin Hillary Clinton hat trotz des noch fehlenden Ergebnisses den Ägyptern bereits zu einer "historischen" Präsidentenwahl gratuliert. "Wir freuen uns darauf, mit Ägyptens demokratisch gewählter Regierung zusammenzuarbeiten", erklärte Clinton in Washington. Die erste Runde der Präsidentenwahl sei ein "weiterer wichtiger Meilenstein beim Übergang zur Demokratie".

li/gmf (afp, dapd, dpa, rtr)

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