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Aktuell Nahost

Nach palästinensischem Raketenbeschuss: Israel greift Gazastreifen erneut an

Die dreitägige Feuerpause ist schon Geschichte: Weil sich Israelis und militante Palästinenser nicht auf eine Verlängerung verständigen konnten, hat der nächste Waffengang begonnen. Also nichts Neues im Nahen Osten.

Israelischer Angriff auf Gaza-Stadt (Foto: rtr)

Neue Angriffe auf Gaza-Stadt

Die israelische Armee hat nach neuem Raketenbeschuss durch militante Palästinenser wieder Ziele im Gazastreifen unter Beschuss genommen. Das gab das Militär wenige Stunden nach Ablauf eine dreitägigen Feuerpause bekannt. In Gaza-Stadt starb ein Kind bei einem Luftangriff. Zuvor hatten militante Palästinenser laut israelischer Armee innerhalb kurzer Zeit 18 Raketen aus dem Gaza-Streifen auf Israel abgeschossen. Zwei fing das israelische Abwehrsystem ab.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ordnete eine "kraftvolle" Reaktion an. Die Streitkräfte seien angewiesen worden, hart auf den Bruch der Waffenruhe durch die Hamas zu reagieren, erklärte ein Regierungsvertreter.

Hamas gegen Waffenruhe

Die radikalislamische Palästinenser-Organisation hatte am frühen Morgen verkündet, dass sie die Freitagfrüh ausgelaufene Feuerpause im Gazastreifen nicht verlängern will. Zwei ranghohe Vertreter der Organisation äußerten sich entsprechend in der ägyptischen Hauptstadt Kairo, wo indirekte Verhandlungen mit Israel über eine dauerhafte Waffenruhe liefen. Israel weigere sich, auf unsere Forderungen einzugehen, begründete Hamas-Sprecher Fausi Bahrum die Entscheidung, zeigte sich aber weiteren Gesprächen aufgeschlossen. Die Gruppe Islamischer Dschihad, die ebenfalls an den Verhandlungen unter ägyptischer Vermittlung teilnahm, unterstützt die Hamas-Position.

Die israelische Regierung dagegen lehnt jedes weitere Gespräch über eine Waffenruhe ab, solange Raketen abgefeuert werden, wie ein Sprecher mitteilte. Israel besteht außerdem auf einer Entwaffnung der Hamas-Kämpfer, was die Islamisten ablehnen. Sie verlangen die Aufhebung der jahrelangen Blockade des Gazastreifens und die Freilassung von Gefangenen.

Bei den Kämpfen im Gazastreifen wurden in den vergangenen vier Wochen bislang fast 1900 Palästinenser - der Großteil davon Zivilisten - getötet und mehr als 9800 verletzt. Auf israelischer Seite gab es 67 Todesopfer, mehr als 500 Menschen erlitten Verletzungen.

sti/se (rtr, afp, dpa)