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Nahost

Nach Irak-Besuch: Obama hält an Truppenabzug fest

Barack Obama fordert bei seiner Nahostreise eine "politische Lösung" für den Irak. Vor seiner Ankunft in Jerusalem sorgt ein Anschlag für neue Unruhe.

Barack Obama und Maamoun Sami Rashid al-Alwani (Quelle: AP)

Im Gespräch mit dem Gouverneur der irakischen Provinz Anbar, Maamoun Sami Rashid al-Alwani

Kurz vor der Ankunft von US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama in Jersualem hatte ein radikaler Palästinenser einen Anschlag verübt. Nur 200 Meter von Obamas Hotel entfernt rammte am Dienstag (21.07.2008) ein Mann mit einem Radlader gezielt einen Bus und mehrere Autos. 16 Menschen wurden dabei verletzt, einer davon schwer. Der Fahrer wurde erschossen. Bei ihm habe es sich um einen Palästinenser aus dem Westjordanland gehandelt, teilte die Polizei mit.

Obama hält an Abzug fest

Laut Polizei gibt es bisher keine Anzeichen, dass der Vorfall im Zusammenhang mit dem erwarteten Besuch Obamas gestanden habe. Obama selbst verurteilte den Anschlag. "Ich werde Israel immer dabei unterstützen, den Terrorismus zu bekämpfen und dauerhaften Frieden und Sicherheit zu erreichen", sagte er bei einer Rede in der jordanischen Hauptstadt Amman.

Eine Ausgabe des Berliner Stadtmagazins Zitty mit einem Foto des demokratischen US-Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama (Quelle: dpa)

Berlin wartet auf Obama

Zuvor hatte Obama den Irak besucht. Nach Abschluss dieses Besuches erneuerte er sein Versprechen, im Falle eines Sieges bei der US-Präsidentenwahl die amerikanischen Truppen innerhalb von 16 Monaten aus dem Land abzuziehen. "Die Sicherheitslage hat sich verbessert, aber jetzt benötigen wir eine politische Lösung", sagte Obama vor Journalisten in der jordanischen Hauptstadt Amman, der dritten Station seiner Auslandsreise nach Afghanistan und dem Irak. "Mein Ziel ist es, dass US-Truppen nicht mehr länger in Kampfhandlungen im Irak verwickelt sind", sagte Obama. Die USA sollten sich lieber dem Kampf gegen den Terrorismus in Afghanistan und in Pakistan zuwenden. "Afghanistan ist jetzt die zentrale Front im Kampf gegen den Terrorismus".

Unterstützung für Israel

In Jordanien traf Obama mit König Abdullah zusammen. In Israel trifft er sich mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert, Obama will auch die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem besuchen sowie die Stadt Sderot, die häufig von Palästinensern mit Raketen beschossen wird. Außerdem wird er im Westjordanland mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zusammentreffen. Am Donnerstag (24.07.08) wird Obama dann in Berlin erwartet. Unterdessen hat John McCain den Irak-Kurs von Obama scharf kritisiert. In der Mittwochsausgabe des Berliner "Tagesspiegel" schreibt McCain, Obama habe "nichts aus der Geschichte gelernt", wenn er "voreilig" die Truppen aus dem Irak abziehen wolle. Jegliche Truppenreduzierungen im Irak müssten "von den Bedingungen vor Ort abhängen - nicht von einem künstlichen, auf innenpolitischen Erwägungen fußenden Zeitplan". (det)

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