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Copa Sudamericana

Nach Flugzeugabsturz zum Sieger erklärt

Die brasilianische Fußballmannschaft Chapecoense ist zum Gewinner der Copa Sudamericana erklärt worden. Die meisten Spieler waren vor einer Woche bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen - auf dem Weg zum Finale.

Mit der Entscheidung wurde nach Angaben des südamerikanischen Fußballverbands Conmebol einem Antrag des Finalgegners Atlético Nacional Medellín stattgegeben. Dieser erhalte für diese besondere Form des Fair Play eine Prämie von einer Million Dollar. Chapecoense bekommt zwei Millionen Dollar (1,87 Millionen Euro) Preisgeld. Die Copa Sudamericana ist der zweitwichtigste südamerikanische Fußballwettbewerb für Vereinsmannschaften.

Bei dem Flugzeugabsturz auf dem Weg zum Finalhinspiel im kolumbianischen Medellín waren am Montag vergangener Woche 71 Menschen gestorben, darunter 19 Fußballer. Sechs Menschen überlebten. Die Absturzursache war Treibstoffmangel.

Mitgliederzahl hat sich verfünffacht

Wie der Vizepräsident von Chapecoense, Ivan Tozzo, mitteilte, soll es Anfang 2017 zudem ein Benefizspiel zwischen den Nationalmannschaften von Brasilien und Kolumbien geben, dessen Einnahmen dem Club zugute kommen sollen.

Wie Tozzo dem Portal "O Globo" zufolge sagte, stieg die Mitgliederzahl von Chapecoense seit der Katastrophe von 5000 auf inzwischen 24.000. Zudem gebe es 50.000 weitere Anträge auf Mitgliedschaft.

Eigentlich stünde kommenden Sonntag noch das letze Saisonspiel in Brasiliens Serie A gegen Atlético Mineiro aus Belo Horizonte an. Dieses werde allerdings definitiv nicht stattfinden.

Finaleinzug war bisher größter Erfolg

Chapecoense Real wurde 1973 in Chapeco im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina gegründet. Der Verein zählt zu den kleineren Clubs des Landes, erlebte zuletzt aber einen sportlichen Höhenflug. Nach zwei Jahrzehnten in unteren Ligen kämpfte sich das Team 2014 wieder in die erste Liga zurück. 

Der Einzug ins Finale der Copa Sudamericana war der bisher größte Erfolg. Einer der bekanntesten früheren Spieler des Vereins ist der Deutsch-Brasilianer Paulo Rink, der 1995 für "Chape" spielte. Er war später bei Bayer Leverkusen in der Bundesliga unter Vertrag und wurde deutscher Nationalspieler.

gri/kle (dpa, afp)