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Belgien

Nach Überfall auf Thalys-Schnellzug 2015: Vier Komplizen gefasst?

Eine Großrazzia zwei Jahre nach dem gescheiterten Anschlag eines Islamisten auf einen Hochgeschwindigkeitszug nach Paris: Die belgische Polizei nimmt vier Verdächtige fest.

Thalys-Anschlag Polizei (picture-alliance/dpa/N. Maeterlinck)

Belgische Polizisten an einer Brüsseler Thalys-Station

Die Hausdurchsuchungen fanden statt in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek, die als Rückzugsort radikaler Islamisten traurige Berühmtheit erlangte, in Anderlecht, Laken, Ardenne und Marche-en-Famenne in der Wallonie. Die belgische Staatsanwaltschaft konnte zwar "weder Waffen, noch Sprengstoff" finden, nahm aber vier Terrorverdächtige fest und ließ sie dem Ermittlungsrichter vorführen.

    

US-Soldaten verhinderten Blutbad 

Rund zwei Jahre nach dem Überfall auf einen Hochgeschwindigkeitszug auf dem Weg von Amsterdam nach Paris hatte es offenbar neue Hinweise auf mögliche Komplizen gegeben. Bei dem Anschlagsversuch am 21. August 2015 war ein schwer bewaffneter Islamist in den Thalys-Zug gestiegen, war aber von Fahrgästen überwältigt worden. Zwei zufällig mitreisende US-Soldaten verhinderten durch ihr mutiges Eingreifen ein Blutbad.

Der Marokkaner Ayoub El Khazzani war kurz nach dem Passieren der belgisch-französischen Grenze mit einer Kalaschnikow, einer Pistole und einem Teppichmesser aufgetaucht, hatte das Feuer eröffnet und drei Personen verletzt.

Er sitzt in Frankreich in Untersuchungshaft. Er hatte im Dezember 2016 gestanden, auf Anweisung des islamischen Extremisten Abdelhamid Abaaoud gehandelt zu haben, einer Schlüsselfigur der Anschläge vom 13. November 2015 in Paris mit 130 Toten. Die französische Polizei tötete Abaaoud fünf Tage später in Saint-Denis bei Paris.

SC/mak (afp, dpa, APE)