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Aktuell Europa

Nächster Akt im griechischen Schuldendrama

Im Drama um Griechenlands Schulden verlieren Deutschland und Frankreich die Geduld mit Athen. In Brüssel ist für heute ein weiteres Spitzentreffen geplant, der Ausgang - wie gehabt - völlig offen.

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Zum Verkauf gezwungen - Athen und die geplante Privatisierung des Hafens Piräus

Die neuen von Athen eingereichten Reformvorschläge seien noch nicht ausreichend, verlautete aus EU-Quellen. Die Griechen hätten die "Komplexität" der Aufgabe unterschätzt, meinte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem. Griechenland komme nur wieder auf die Beine, "wenn es seinen Haushalt in Ordnung bringt und die Wirtschaft wieder in die Spur setzt".

Auch EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis betonte: Ein Durchbruch erfordere "wirklich politischen Willen, vor allem von der griechischen Seite - also weniger taktisches Manövrieren und mehr substanzielle Arbeit". Laut Dombrovskis sind zentrale Fragen weiter strittig. So gebe es noch keine Einigung auf Vorgaben für den sogenannten Primärüberschuss für Griechenland (Haushaltssaldo ohne Zinszahlungen). Athen bietet für dieses Jahr angeblich einen Primärüberschuss von 0,75 Prozent an. Das hielten die Gläubiger für nicht hinnehmbar, sie verlangen mindestens ein Prozent Plus.

Treffen sinnlos?

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras strebe an, bestehende Differenzen direkt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Francois Hollande auszuräumen, hieß es aus EU-Kreisen. Geplant ist für diesen Mittwoch eigentlich ein Spitzengespräch der drei Politiker am Rande des EU-Lateinamerika-Gipfels. Zuletzt galt das Zustandekommen der Begegnung aber als unsicher. Nur wenn es weitere Bewegung gebe, sei ein Treffen sinnvoll, verlautete aus Brüssel. Deutschland und Frankreich sähen den Sinn einer weiteren Spitzenrunde bislang nicht.

Angesichts der verhärteten Fronten hatte Tsipras am Dienstag eindringlich vor einem Scheitern der Verhandlungen gewarnt. Dies "wäre der Anfang vom Ende der Eurozone", sagte er. Wenn Griechenland pleite gehe, würden sich "die Märkte sofort ein neues Opfer suchen".

wa/kle (afp, dpa, rtr)

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