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Made in Germany

Nächste Woche bei MADE IN GERMANY:

In der nächsten Woche blättert MADE IN GERMANY in deutschen Zeitungen und Zeitschriften. Hier gibt es immer weniger Anzeigen, die Verlage nehmen immer weniger ein. Boomend dagegen: Anzeigen und Werbung in Internet.

Deutsche Kreativwirtschaft: einfallsreich und umsatzstark

Online-Jobbörse unter Druck

Erst kürzlich stellte die Bundesregierung wieder eine Bilanz der Kultur- und Kreativwirtschaft vor. Die Studie liefert überraschende Daten: Die Branche trägt 2,6% zum Bruttoinlandsprodukt bei. Damit liegt sie zwischen chemischer und Automobilindustrie.

2008 erwirtschaftete die Kulturwirtschaft einen Umsatz von 132 Mrd. Euro. In diesem Bereich sind über 1 Million Menschen beschäftigt. Gerade in der Krise lenkt man die Aufmerksamkeit gern auf Branchen, die nicht offensichtlich ums Überleben kämpfen. Auf Initiative sollen ein Dutzend internationale Wirtschaftsjournalisten die vermeintlich erfolgreiche deutsche Kreativwirtschaft kennenlernen. Unser Reporter Joachim Eggers ist mit der Gruppe in der Hamburger Kulturszene unterwegs. Erste Station: die Ballett-Werkstatt des Star-Choreographen John Neumaier.

Zeitungen in der Krise: weniger Leser, weniger Werbung

Deutschland Öl aus Getreide Landwirt mit Stroh

Die deutschen Verlage verkaufen von Jahr zu Jahr weniger Tageszeitungen und Zeitschriften. In den letzten 10 Jahren sind die Auflagen der Blätter von insgesamt 29 Millionen Exemplaren auf 23 Millionen zurück gegangen.

Das bedeutet: Die Reichweiten sind kleiner geworden. Die Tageszeitungen werden immer häufiger online gelesen – und das kostenlos. Die Folge: die Unternehmen schalten immer weniger kostspielige Werbung in den Printausgaben, stattdessen werben sie im Internet. Aber die Werberlöse in den Online-Ausgaben können die Verluste in den gedruckten Zeitungen und Zeitschriften kaum ausgleichen. Was sollen die Verlage tun? Bleibt ihnen nur: Kosten senken, Redaktionen zusammenlegen, Stellen streichen? Oder können sie für ihre Online-Angebote vom Leser Geld verlangen? Fragen, denen MADE-IN-GERMANY-Reporter Holger Trzeczak nachgeht: ein Besuch bei den Redaktionen der "Financial Times Deutschland" und des "Capital", Zeitung und Zeitschrift des Hamburger Verlages Gruner und Jahr.

Zu Gast bei uns im Studio wird Holger Busch vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger sein. Er ist verantwortlich für den Bereich Marketing und Anzeigen.

Viel Geld für viel Fläche: Die EU-Agrarhilfen spalten die Landwirte

Die Altstadt von Prag

Mehr als 6 Mrd. Euro an Agrarsubventionen überweist die EU jedes Jahr nach Deutschland, um die heimische Landwirtschaft zu fördern. Kleinere arbeitskraftintensive Höfe können nur staunen über das, was große Agrarunternehmen aus Brüssel bekommen.

Denn die Höhe der Zahlungen sind abhängig von der Fläche des Unternehmens. MADE-IN-GERMANY-Reporterin Kerstin Schweizer ist in Mecklenburg Vorpommern, der ärmsten Region Deutschlands unterwegs. Über vier Gemeinden erstreckt sich der Besitz des größten landwirtschaftlichen Unternehmens in Deutschland. Osterhuber Agrar GmbH erhalt auch die meisten Direktzahlungen: 3,7 Mio. Euro. Was hat die Region davon? Der Bürgermeister ist selbst erstaunt über die Höhe der Subventionen. Er wünscht sich eher kleinere und mittlere Unternehmen, die mehr Arbeitsplätze schaffen. Wie etwa 60 Kilometer entfernt, wo sich einige Ökobauern zusammengetan haben und auch noch den Tourismus fördern.

Innovation und Forschung: AHK Tschechische Republik

Vítáme Vás! - Herzlich willkommen! Diesen Ausspruch hat Mirjam Schwan als erstes gelernt. Die Deutsche arbeitet seit 2005 bei der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer in Prag. Die stellvertretende Geschäftsführerin stellt bilaterale Kontakte her, hilft deutschen Investoren in der Tschechischen Republik Fuß zu fassen.

Rund 570 Mitglieder zählt die AHK. Beispiel: der Autobauer Skoda. Die VW-Tochter investiert in die Produktion und kooperiert mit Hochschulen. Forschungsergebnisse der Nanotechnologie etwa finden Anwendung im eigenen Werk. Mirjam Schwan ist häufig in Kontakt mit Skoda. Innovation und Forschung sind ihr Steckenpferd. Das zu fördern, sei besonders in der Krise wichtig. Den Standort aufwerten, das komme sowohl Deutschen als auch Tschechen zu gute. Tschechien gilt als eine der wirtschaftlich stärksten Nationen unter den neuen EU-Ländern. Die Krise ist aber auch hier spürbar: Wirtschaftswachstum und Ausfuhren gehen zurück, nachdem es vor allem seit dem EU-Beitritt 2004 nur aufwärts ging. Ute Schneider begleitet Mirjam Schwan von einem Termin zum nächsten.