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Fußball

Nächste Pflichtaufgabe Wales

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Das galt nicht nur unter Sepp Herberger, sondern gilt auch für die aktuellen Nationalkicker. Vier Tage nach dem Pflichtsieg gegen Liechtenstein heißt am Mittwoch der Gegner Wales.

Spielszene Michael Ballack gegen Wales. Foto: picture-Alliance

Gegen Wales wollen Ballack und sein Team drei Punkte holen

Schon vor dem Doppelspieltag waren sechs Punkte als Ziel ausgegeben worden. Daran hält die Mannschaftsführung fest, auch wenn Manager Oliver Bierhoff weiß, dass es nicht wieder so einfach wird wie gegen Liechtenstein. "Es ist immer schwer, in Wales zu spielen", sagt Bierhoff. "Gerade in Cardiff habe ich selber noch Spiele erlebt, die nicht so erfolgreich waren, zum Beispiel 2002, als wir 0:1 verloren haben. Es ist für Wales auch eine Möglichkeit der Wiedergutmachung."

Zum einen weil das Team von Trainer John Toshack am Samstag vor heimischer Kulisse mit 0:2 gegen Finnland verlor, zum anderen aber auch, weil man im Hinspiel gegen die Deutschen mit 0:1 nur knapp den Kürzeren zog. In der Tabelle der Qualifikationsgruppe 4 belegen die Waliser mit nur sechs Punkten aus fünf Spielen den vierten Platz. Craig Bellamy, der walisische Mannschaftskapitän, kam daher nach dem verlorenen Spiel gegen Finnland zu der Erkenntnis: "Es ist wie immer: Wir sind raus."

Trochowski fit, Schweinsteiger angeschlagen

Bastian Schweinsteiger ballt die Faust. Foto: ap

Schweinsteiger angeschlagen, bis Mittwoch aber wieder fit

Kampflos wegschenken wird Wales die Partie aber dennoch nicht. Die deutsche Mannschaft ist gut vorbereitet. Änderungen in der Startelf wird es wohl nicht geben. Auch wenn Piotr Trochowski seine Verletzung auskuriert hat, dafür aber Bastian Schweinsteiger leicht angeschlagen ist und das Training am Montagvormittag abbrechen musste.

"Bastian hat leichte Probleme an den rechten Adduktoren, aber es ist keine Gefahr für Mittwoch", bestätigt Bierhoff. "Man wollte bei schnellen Bewegungen in der Spielsituation kein Risiko eingehen. Deswegen war die Vorsichtsmaßnahme hier: Zurück ins Hotel!" Von dort ging es am Montagnachmittag per Flieger nach Wales.

Ein Zitat für den Torerfolg

Mario Gomez liegt am Boden und hält die Hände vors Gesicht. Foto: dpa

Gomez am Boden, es fehlt ein Tor in der Nationalelf

Mehr Probleme als die körperlichen Wehwehchen machten zuletzt ohnehin die seelischen Wunden. Deutschlands Nationalstürmer in der Krise, Mario Gomez, blieb gegen Liechtenstein im 13. Länderspiel in Folge ohne Tor und erntete dafür laute Pfiffe der Fans. Für ihn hat Oliver Bierhoff einen Ausspruch von Michael Jordan parat: "Ich habe mehr als 9000 Würfe in meiner Karriere verfehlt. Ich habe fast 300 Spiele verloren", zitiert Bierhoff den wohl besten Basketballspieler aller Zeiten. "In 26 Momenten ist mir anvertraut worden, den entscheidenden Wurf zu machen und er misslang. Ich habe in meinem Leben immer wieder Misserfolge gehabt und das ist es, warum ich erfolgreich war."

Heißt mit anderen Worten: Gomez wird wohl auch gegen Wales wieder die Möglichkeit bekommen, fleißig Chancen zu vergeben, damit der Knoten irgendwann platzt. Denn, so Bierhoff, beim VfB Stuttgart klappe es ja mit dem Tore schießen: "Was ihm fehlt, sind die Tore bei der Nationalmannschaft und das ist eine reine Kopfsache. Wir wissen, was wir an ihm haben und der Rest ist eigentlich nur eine Frage der Zeit." Zeit, die ihm Bundestrainer Joachim Löw wohl noch einmal gewähren wird. Zumindest 90 Minuten lang gegen Wales.


Autor: Andreas Ziemons

Redaktion: Stefan Nestler


Ob Mario Gomez gegen Wales endlich den Knoten platzen lässt, können Sie live in der Deutschen Welle mitverfolgen. Ab 20:30 Uhr MESZ (18:30 UTC) senden wir die Live-Reportage vom Spiel Wales gegen Deutschland in Cardiff. Am Mikrofon im Studio begrüßt Sie Arnulf Boettcher.


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