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Kultur

Mythos Romy

Sie wird in aller Welt verehrt und geliebt: Romy Schneider ist 20 Jahre nach ihrem tragischen Tod zum Mythos der deutschen Filmgeschichte geworden.

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Eine Schönheit mit vielen Facetten: Romy Schneider

"Die Erinnerung ist oft das Schönste im Leben, glaube ich." (Romy Schneider)

Über kaum eine andere deutschsprachige Schauspielerin ist so viel geschrieben und veröffentlicht worden. Neben Film-Legenden wie Greta Garbo und Marlene Dietrich fasziniert die gebürtige Österreicherin Romy Schneider noch immer Menschen in aller Welt.

Der Stoff, aus dem Legenden sind

Am 29. Mai 1982 wurde die Schauspielerin in ihrem Pariser Appartement tot aufgefunden. Sie starb nach übermäßigem Tablettenkonsum an Herzversagen. Doch medizinische Tatsachen tun der Gerüchteküche um die Person Romys keinen Abbruch. Noch heute heißt es, sie sei an einem gebrochenen Herzen gestorben, aus Liebe, Verzweiflung und Trauer.

Straßenfeger Sissy

Die Tochter des Schauspielerpaares Magda Schneider und Wolf Albach-Retty begann ihre Karriere bereits mit 14 Jahren: 1953 in "Wenn der weiße Flieder wieder blüht". Nur ein Jahr später spielte sie die weltberühmte und bis heute legendäre Rolle der "Sissy" in "Mädchenjahre einer Königin", dem ersten Teil der Triologie über das Leben der österreichischen Kaiserin Elisabeth.

Doch mit 20 Jahren will sie dem Sissy-Image entkommen. Romy zieht nach Frankreich zu ihrem Liebhaber Alain Delon. Der deutschsprachige Film hatte kein Niveau für die Rollen, die Romy spielen wollte, meint Marie Louise Steinbauer, Autorin des Buches "Die andere Romy. Momentaufnahmen", in einem Interview mit DW-WORLD. Pikantes Detail: Steinbauers Ehemann war der Regisseur des Sissy-Films "Mädchenjahre einer Königin".

Der Sprung auf die internationale Film-Bühne

Romy Schneider und Michel Piccoli

Michel Piccoli und Romy Schneider

Nach ihrem Weggang verkörperte Romy politische und anspruchsvolle Rollen, vor allem in Filmen der "nouvelle vague". Die Diva wirkte in 60 Filmen mit, auch unter der Regie von Visconti und Orson Welles. In ihrem letzten Film spielte sie an der Seite von Michel Piccoli "Die Spaziergängerin von Sans-Souci" (1982). Zu diesem Zeitpunkt hatte Romy bereits viele private Schicksalsschläge hinter sich: eine schwere Nierenoperation, den Selbstmord ihres Ehemannes Harry Meyen und den tragischen Unfalltod ihres Sohnes David.

Der Hype um den Mythos

Für Steinbauer ist der regelrechte "Hype" um den Mythos nichts Überraschendes: "Sie hatte unbestritten Charisma. Sobald ihre kleine Person den Raum betrat, zog sie die gesamte Aufmerksamkeit auf sich.", schwärmt Steinbauer noch heute. Trotz internationaler Karriere - das "Sissy"-Image wurde sie nie ganz los. Weltweit sind die Fans deshalb dem "Romy-Fieber" verfallen - vor allem in Frankreich, Russland und China.

"Adieu ma Puppele!"

Romy Schneider und Alain Delon

Romy Schneider mit Alain Delon

"Ich gehe immer aufs Ganze. Ich führe eine Sache bis zum Ende. Ich verschwende mich. Ich liebe von ganzem Herzen," sagte Romy Schneider im Alter von 19 Jahren. Ihre tragische und leidenschaftliche Romanze mit dem Schauspielerkollegen Alain Delon - der sie "ma Puppele" nannte - trug dazu bei, ihre Person zum Mythos werden zu lassen: eine liebende, aber unglückliche Frau, die sie oft in ihren Filmrollen verkörperte.

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