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Kultur

Mythos Germania

In Berlin kann man jetzt sehen, wie Hitler und seine Architekten die "Welthauptstadt Germania" planten: Berlin sollte zur repräsentativen Modellstadt werden. Ein größenwahnsinniges Projekt.

Aus den Plänen ist nichts geworden. Der Verlauf des 2. Weltkrieges machte die wahnwitzigen Vorstellungen, die die Nationalsozialisten von ihrer künftigen Hauptstadt hatten, zunichte. Dass Hitlers Vision einer Großmetropole Berlin damals keine Utopie war, sondern ein konkreter Plan, zeigt jetzt eine Ausstellung. "Mythos Germania - Vision und Verbrechen" heißt die Schau, die im U-Bahnhof Gesundbrunnen in Berlin eröffnet wurde.

Pläne von "Generalbauinspektor" Speer

Hitlers Lieblingsarchitekt Albert Speer wurde bereits Mitte der 1930er Jahre beauftragt, Berlin zu einer repräsentativen Großstadt auszubauen. 1937 wurde dafür eigens eine neue Institution geschaffen, Speer wurde ihr Chef: "Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt Berlin". Für die Umsetzung der Pläne "forderte und unterstützte Speer Vertreibungen, Deportationen und Sklavenarbeit", so der Veranstalter der Ausstellung, der Verein "Berliner Unterwelten".

Sieben Themenbereiche

Die Ausstellung hat auch das Ziel, Legenden und Klischees rund um die "Welthauptstadt Germania" zu dekonstruieren - so die Veranstalter. Sieben Themenbereiche beleuchten ausgewählte Bauvorhaben der Nazis, bautechnische, soziale und ideologische Hintergründe. Besonderes Augenmerk legt die Schau auch auf die Konsequenzen, die die architektonischen Vorhaben für jüdische Bürger hatten. Die Ausstellung ist erst einmal nur saisonal geöffnet, zunächst bis zum 30. November. Angestrebt ist jedoch eine dauerhafte Schau zu dem Thema.

jk/nf (dpa/Veranstalter)

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