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Russland

Mysteriöse Bombendrohungen halten Russland in Atem

Die Serie anonymer Terrordrohungen in russischen Städten hält an. Abermals mussten in Moskau Tausende in Sicherheit gebracht werden. Ermittler scheinen vor einem Rätsel zu stehen. Längst kursieren Verschwörungstheorien. 

Feuerwehrleute nach einer Bombendrohung am Donnerstag am Moskauer Lubjanka-Platz (picture-alliance/dpa/TASS/V. Sharifulin)

Feuerwehrleute nach einer Bombendrohung am Donnerstag am Moskauer Lubjanka-Platz

In Moskau sind mehr als zehn Kaufhäuser, darunter auch ein Einkaufszentrum in unmittelbarer Nähe des Kremls, evakuiert worden. Das meldete die Agentur Interfax in der Nacht auf Montag. Mehr als 9000 Menschen seien am Sonntag in Sicherheit gebracht worden. Keine der Drohungen habe sich jedoch bewahrheitet, hieß es Sicherheitskreisen zufolge. 

Seit rund einer Woche gehen in zahlreichen russischen Städten anonyme Drohanrufe ein. Schulen, Einkaufszentren, Bahnhöfe und Hotels wurden geräumt. Bomben wurden nirgendwo gefunden, der Hintergrund der Drohungen ist bislang unklar. Allein am vergangenen Mittwoch gingen in der Hauptstadt Moskau nach Behördenangaben rund 100 Anrufe ein.

Ein Wachschutz-Mitarbeiter versperrt am Mittwoch nach einer Drohung den Eingang zum Warenhaus GUM (Reuters/S. Karpukhin)

Ein Wachschutz-Mitarbeiter versperrt am Mittwoch nach einer Drohung den Eingang zum Warenhaus GUM

Russische Medien spekulieren, ob es sich um eine Übung der Sicherheitsbehörden handele. Als verdächtig wurde ins Feld geführt, dass zentrale Sicherheitsorgane sich nicht öffentlich geäußert hätten. Andere Vermutungen in der Presse gingen in Richtung eines Hackerangriffs. Das kremltreue Boulevardblatt "Komsomolskaja Prawda" sah angebliche ukrainische Cyberkrieger am Werk. 

Der Kreml verurteilte die Drohungen als Telefonterrorismus. Die Verantwortlichen müssten gefunden werden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau. Präsident Wladimir Putin sei über die Lage informiert worden. 

stu/sam (afp, ap, dpa)


 

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