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Korruptionsskandal

Mutmaßliches "Finanzhirn" der Petrobras-Affäre verhaftet

In Spanien ist offenbar eine der Schlüsselfiguren der brasilianischen Petrobras-Affäre verhaftet worden. Der mutmaßliche Drahtzieher des Skandals soll sich der Bestechung schuldig gemacht haben.

Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben einen der mutmaßlichen Drahtzieher des Korruptionsskandals um den brasilianischen Ölkonzern Petrobras verhaftet. Der 43-Jährige wurde von den brasilianischen Behörden wegen mutmaßlicher Geldwäsche und Bestechung gesucht, wie die Guardia Civil mitteilte.

Spanisches Gericht entscheidet über Auslieferung

Er sei das "Finanzhirn der Petrobras-Affäre" und habe mutmaßlich mehr als 50 Millionen Real (rund 14 Millionen Euro) in die Kassen politischer Parteien geleitet, teilte die spanische Polizei mit. Der Mann war demnach als Anwalt für den brasilianischen Odebrecht-Konzern tätig, der im Zentrum des Petrobras-Skandals steht. Einige inhaftierte Manager des Konzerns könnten demnächst in der Affäre aussagen.

Nach Angaben eines Sprechers der Guardia Civil liegt von brasilianischer Seite ein Auslieferungsgesuch vor. Ein spanisches Gericht müsse darüber nun entscheiden. Laut brasilianischen Medienberichten handelt es sich bei dem 43-Jährigen um Rodrigo Tacla Duran, der die spanische und die brasilianische Staatsbürgerschaft besitzt. Im April sei er aus Brasilien in die USA geflohen. Vergangene Woche sei er in Madrid eingetroffen und dort am Freitag in einem Hotel in der Innenstadt festgenommen worden.

Weitverzweigter Skandal

Die brasilianische Justiz ermittelt seit 2014 im weitverzweigten Petrobras-Skandal, in den zahlreiche Unternehmer und Politiker des Landes verwickelt sind, unter ihnen der ehemalige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva.

cr/uh (afp, ap, rtr)