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Aktuell Welt

Mutmaßlicher Terrorist in Frankreich erschosssen

Knapp eine Woche nach der Geiselnahme in Australien hat es in Frankreich einen Angriff auf Polizisten gegeben. Auch in diesem Fall handelte offenbar ein islamistischer Einzeltäter.

Polizisten haben einen Mann erschossen, der nach ihren Angaben mit einem islamischen Gebetsruf das Kommissariat in Joué-lès-Tours in Zentralfrankreich stürmte und die Beamten mit einem Messer bedrohte. Der Angreifer habe drei Polizisten verletzt, teilte das Innenministerium in Paris mit. Einer der Beamten habe Schnittwunden im Gesicht davongetragen.

Die französische Agentur AFP meldet unter Berufung auf eine mit den Ermittlungen vertraute Quelle, der Mann sei in die Polizeiwache gestürmt und habe dort bis zu den tödlichen Schüssen in einem fort den arabischen Gebetsruf "Allahu Akbar" (deutsch: "Gott ist groß") gerufen. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen.

Innenminister verteidigt Polizeischüsse

Staatsanwalt Jean-Luc Beck in der nahe gelegenen Stadt Tours sagte AFP, die Polizisten hätten von ihrem Notwehrrecht Gebrauch gemacht. Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve verurteilte die "brutale Aggression" und würdigte die "Kaltblütigkeit und Professionalität" der Polizeibeamten. Auf der Internet-Seite der Pariser Zeitung "Le Figaro" hieß es, bei dem Täter handele es sich offenbar um einen Islamisten, der den Sicherheitsbehörden wegen seiner extremistischen Ansichten bekannt sei.

In der australischen Metropole Sydney hatte ein Extremist am Montag in einem Café 17 Passanten und Mitarbeiter

stundenlang als Geiseln festgehalten

. Die Polizei stürmte das Lokal nach 16 Stunden. Zwei Geiseln und der Täter kamen ums Leben. Der Mann hatte die Tat als Anschlag im Namen der radikalen muslimischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausgegeben.

wl/sti (afp,rtre)

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