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Aktuell Welt

Mutmaßlicher Terrorhelfer in Düsseldorf gefasst

Die Bundespolizei hat auf dem Flughafen Düsseldorf einen mutmaßlichen islamistischen Terrorhelfer festgenommen. Er wird von den USA mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Wie die Bundespolizei in Potsdam mitteilte, wurde der Verdächtige auf dem Düsseldorfer Flughafen bei der Einreise aus Ankara gefasst. Es bestehe der Verdacht, dass der Mann unter anderem die als terroristisch geltende "Islamische Bewegung Usbekistan" als "Geldeintreiber" unterstützt habe. Er werde seit 2011 mit einem internationalen Haftbefehl der US-Behörden gesucht. Der Mann soll im Umgang mit Schusswaffen geübt sein, so ein Polizeisprecher weiter. Der mutmaßliche Terrorhelfer habe die türkische und die niederländische Staatsangehörigkeit.

"Teil eines Gefahrenraums"

Das Bundeskriminalamt (BKA) betrachtet Deutschland nach den Terroranschlägen in Paris als "Teil eines konkreten Gefahrenraums". Es gebe aber keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne, sagte eine Sprecherin der Behörde in Wiesbaden.

Sie äußerte sich nicht zu einem angeblichen internen BKA-Papier. Darin wird nach Informationen der Zeitung "Die Welt" vor Terror-Nachahmern in Deutschland gewarnt. Radikale Islamisten in Deutschland hätten im Internet ihre Sympathie für die Anschläge Frankreich bekundet. So habe ein polizeibekannter Islamist am 7. und 8. Januar über Twitter in deutscher Sprache zu Anschlägen in Europa aufgerufen, zitiert die Zeitung aus dem angeblichen BKA-Lagebericht. Dabei habe der Mann erklärt, Deutschland sei das "nächste Ziel". Nach weiteren Informationen der "Welt" konkretisierte der Twitter-Nutzer am Montag seine Drohung.

Die BKA-Sprecherin bestätigte lediglich, dass deutsche Behörden von etwa 260 sogenannten Gefährdern in der Bundesrepublik ausgingen. Das sind Islamisten, denen nach Ansicht der Sicherheitsbehörden Anschlagsplanungen zuzutrauen sind.

wl/sti (dpa)