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Deutschland

Mutmaßlicher Terrorhelfer festgenommen

Die Polizei hat im Großraum Frankfurt am Main einen mutmaßlichen Terrorhelfer festgenommen. Er soll in Beziehung zur so genannten Sauerland-Gruppe stehen. Inzwischen befindet er sich in Untersuchungshaft.

Prozessgebäude des Oberlandesgerichts Düsseldorf (Foto:dpa)

Prozessgebäude des Oberlandesgerichts Düsseldorf

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe teilte am Freitag (28.08.2009) mit, dass der festgenommene Deutsch-Türke Kadir T. verdächtigt werde, eine Videokamera und ein Nachtsichtgerät für die Terrorgruppe "Islamische Dschihad-Union" (IJU) gekauft zu haben.

Der Angeklagte Adem Y. im Sauerland-Prozess (Foto: AP)

Der Angeklagte Adem Y. soll der Empfänger der Videokamera und des Nachtsichtgerätes gewesen sein

Laut Haftbefehl soll der 24-Jährige die gekauften Geräte an Adem Y., Mitglied der Sauerland-Gruppe, übergeben haben. Adem Y. habe dann das Nachtsichtgerät und die Videokamera an seinen inzwischen ebenfalls angeklagten Bruder Burhan Y. weitergeleitet. Über den IJU-Kämpfer Sadullah K. seien die Gegenstände dann 2007 nach Waziristan an der pakistanisch-afghanischen Grenze gelangt.

Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", war der 24-Jährige bei seiner Festnahme gerade auf dem Weg in ein Ausbildungslager im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet. Nach polizeilichen Erkenntnissen stehe fest, dass sich der Mann in dem Terror-Camp zum Attentäter habe ausbilden lassen wollen.

Der Terror-Prozess

Der mutmaßliche Empfänger der Geräte Adem Y. muss sich derzeit mit drei weiteren Mitgliedern der Sauerland-Gruppe vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf verantworten. Die Gruppe soll laut Anklage Terroranschläge auf Amerikaner in Deutschland geplant haben.

Blick auf die Anklagebank im Düsseldorfer Oberlandesgericht (Foto:AP)

Blick auf die Anklagebank im Düsseldorfer Oberlandesgericht

Wie sich in den bisherigen Verhandlungen herausstellte, habe die Gruppe mit den geplanten Bombenanschlägen auf drei US-Diskotheken und einen Flughafen in Deutschland Terror im Ausmaß des 11.September 2001 verbreiten wollen. Auch die usbekische Botschaft sei als Anschlagsziel im Gespräch gewesen.

Den Auftrag zu Anschlägen habe die IJU-Führung Adem Y. und dem Angeklagten Fritz G. im Mai 2006 während ihrer Ausbildung im pakistanischen Waziristan erteilt. Das Anschlagsziel Deutschland habe Adem Y. mit Fritz G. aber selbst festgelegt. Auch die Mitangeklagten Daniel S. und Atilla S. waren in dem Lager. Die mutmaßlichen Terroristen waren 2007 im Sauerland festgenommen worden. Am 24. April 2009 begann die Hauptverhandlung vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf. (ssr/mas/dpa/afp/ap/rtr)

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