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Bundesanwaltschaft

Mutmaßlicher Taliban-Kämpfer festgenommen

Weil er ein regelrechtes Blutbad in Afghanistan angerichtet hat und Mitglied in einer Terrormiliz sein soll, sitzt ein 20-Jähriger in Deutschland in U-Haft.

Afghanistan Symbolbild Taliban-Kämpfer (Foto: picture alliance/Photoshot)

Taliban-Kämpfer in Afghanistan (Archivbild)

Wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung sowie Mordverdachts hat die Bundesanwaltschaft einen mutmaßlichen Taliban-Kämpfer festnehmen lassen. Dem 20-jährigen Afghanen Omaid N. werde zudem Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Haftbefehl wurde demnach bereits erlassen. Bereits am vergangenen Freitag wurde der Mann festgenommen, wie in Karlsruhe mitgeteilt wurde.

Flucht nach Europa

Omaid N. soll sich Anfang 2013 den afghanischen Taliban angeschlossen und gemeinsam mit weiteren Mitgliedern seiner Einheit einen afghanischen Polizisten getötet haben. Dieser war zuvor gefangen genommen und von den Anführern der Taliban-Gruppe an einen Baum gefesselt worden. Der Beschuldigte habe das Opfer zunächst mit einer Holzlatte geschlagen und dann mit einem Sturmgewehr mehrere Male auf ihn geschossen.

Als er später Sprengstoffattentate habe begehen sollen, war er dazu jedoch nicht bereit und floh. Den Angaben zufolge gelangte er mithilfe von Schleusern über die Türkei, Griechenland und Österreich im November 2013 nach Deutschland. Wo er gefasst wurde, wurde nicht mitgeteilt.

pab/sti (afp, dpa)