1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Europa

Mutmaßlicher Serienmörder von Toulouse ist tot

Der Verdächtige Mohamed Merah, dem die französischen Behörden vorwerfen, sieben Menschen getötet zu haben, ist nach einem Schusswechsel tot aufgefunden worden. Dies bestätigte der französische Innenminister.

Wie Innenminister Claude Guéant im Interview berichtete, starb der mutmaßliche Attentäter von Toulouse demnach nach einer schweren Schießerei, in deren Verlauf der 23-Jährige aus dem Fenster seines Appartements gesprungen war. Vor dem seit weit mehr als 30 Stunden umstellten Haus waren zuvor schwere Schusswechsel zu hören. Der Verdächtige hatte sich seit dem frühen Mittwochmorgen in dem Haus
verschanzt.

Die Beamten griffen ein, da schon seit dem Abend der Kontakt zwischen der Polizei und dem Verdächtigen abgebrochen war.#video#

Stundenlanger Nervenkrieg

Die Sicherheitskräfte halten das Gebäude seit dem frühen Mittwochmorgen umstellt und liefern sich einen stundenlangen Nervenkrieg mit dem Verdächtigen. Bei einem ersten Zugriffsversuch waren drei Beamte verletzt worden. Der mutmaßliche Mehrfachmörder hatte mit automatischen Waffen auf die Polizisten gefeuert als diese versuchten, sich der Wohnung zu nähern.

Nach Einbruch der Dunkelheit kappte die Polizei die Strom- und Gasversorgung des Gebäudes. Auch die Straßenbeleuchtung wurde ausgeschaltet.

Spuren im Internet führten zum Tatverdächtigen

Bei dem Verdächtigen, den die Polizei über Spuren im Internet ausfindig gemacht hatte, soll es sich um einen dem Terrornetz Al-Kaida nahe stehenden Extremisten namens Mohamed Merah handeln. Im Telefonkontakt mit der Polizei habe er zugegeben, schon einen weiteren Anschlag gegen Soldaten geplant zu haben. Zudem habe er zwei Polizisten töten wollen.

Mohamed Merah (Foto: Reuters)

Mohamed Merah soll sieben Menschen getötet haben

Dem französischen Geheimdienst war der Mann schon länger bekannt: Im vergangenen November wurde er wegen seiner Aufenthalte in Pakistan und Afghanistan vernommen, wie Innenminister Claude Guéant bestätigte.

Der Franzose algerischer Herkunft soll in Toulouse und Umgebung drei Soldaten sowie bei seinem Anschlag auf eine jüdische Schule am Montag drei jüdische Kinder und einen Rabbiner kaltblütig erschossen haben. Videoaufnahmen legen nahe, dass er seine Taten selbst mit einer um den Hals gehängten Kamera aufnahm.

haz/li (dapd, dpa, rtr)